Donnerstag, 28. Juli 2016

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 42)

In dem Frühstücksraum herrscht wieder mal das absolute Chaos. Alle reden durch einander, in einer Lautstärke, die sogar Tote aus ihren Gräbern zerren würde.
Ich setze mich auf meinen Platz und versuche das Müsli runter zu würgen, aber ich habe das Gefühl alles kommt gleich wieder Retoure. Reiß dich zusammen, denke ich, doch der Anblick von Mechthild macht mir Angst.

Immer wieder muss ich an gestern denken, an die Folgen für Kai und für mich.
Vielleicht kann ich ja mit Kai darüber reden, aber ich kann ihn nirgendwo sehen.
Plötzlich steht dieses Mädchen von Gestern hinter mir und flüstert mir etwas ins Ohr.

"Hast du verstanden?", fragt sie, "oder schläfst du noch?"
"Ach du, jaja, alles ok."
 Eigentlich weiß ich gar  nicht worum es geht, aber ich tue so als wenn ich es wüsste.
"Ja dann, komm wir gehen zusammen in diese Horrorschule".
Ohje, jetzt hab ich doch tatsächlich diese Durchgeknallte am Hals.....
Johannes reißt mich aus meinen Gedanken.
"Wie ihr ja alle schon gesehen habt, haben wir eine Neue unter uns"
"Willst du dich mal kurz vorstellen?", fragt er und sieht Samantha direkt ins Gesicht.
"Ich?", fragt sie und steht auf.
"Ja sicher, Du... oder hast du was dagegen?"
"Ist ja schon gut. Ich bin Samantha, 15 Jahre alt und hab' nicht vor lange hier zu bleiben."
"Ok, das war doch gar nicht so schwer, oder?"
Samantha sagt nichts, dreht sich nur zur Seite und sieht mich an.
"Komm, Schule oder hast du was Besseres vor?", ihr Blick ist irgendwie unheimlich.
Ich stehe auf schnappe meine Tasche und gehe zur Tür.
"Ok, dann los."
Nach 6 Stunden haben wir es hinter uns und plötzlich habe ich eine Idee, wie ich diese Neue loswerde.
"Irgendwie ist mir heute nicht so gut, ich glaube ich werde wohl krank oder so."
"Ach, auf einmal, du hast bestimmt keinen Bock mit mir um die die Häuser zu ziehen, hab' ich Recht?"
Schnell weiche ich ihrem Blick aus, das Lügen war noch nie meine Stärke.
"Nein, wirklich, mir ist kotztübel", sage ich schnell.
Sie geht einfach an mir vorbei, ohne noch ein Wort zu sagen und langsam wird mir richtig unheimlich.
Scheiße, die sollte ich mir nicht zum Feind machen. Die ist komplett daneben.
Aber ich vermute es ist schon zu spät.
Naja, einen Feind mehr oder weniger, denke ich.
Noch ahne ich nicht, wie durchgeknallt die Frau wirklich ist.
Ohne zu ahnen, wie schlimm es noch für mich wird, gehe ich in mein Zimmer.

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