Sonntag, 5. Juni 2016

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 40)

Ich frage mich, was früher meine Träume waren.
Früher in meinem anderem Leben.
Als ich noch ein kleines Kind war, zehn oder noch jünger.
Da muss ich doch Träume gehabt haben, so wie jedes Kind.
Ich versuche mich zu erinnern und irgendwie fühle ich mich plötzlich wieder so klein.
An der Hand meines Vater durch den Wald laufen.
Ein Eis essen, all die schönen Dinge, die man in Erinnerung behält, wenn man erwachsen wird.
Leider bin ich noch nicht wirklich erwachsen, obwohl ich es oft glaube.
Mein Alter war für mich noch nie wichtig.
Nie habe ich mich über meinen Geburtstag gefreut.
Ich wollte nie einen Geburtstagskuchen oder eine Party.
Keine Geschenke, oder einem Clown.
Ich hasse Clowns.

Dieser große, rot geschminkte Mund, diese blöde rote Perücke, ich hasse Sie.
Eigentlich will ich mich doch nicht an meine Kindheit erinnern, richtig schön war es nie.
Und das, was ich noch genau weiß, macht mir nur Angst.
Über mein Alter nach zu denken macht mir noch mehr Angst, denn so oft verschiebt sich die Realität.
Meine eigene Realität.
Oder ist es vielleicht die reale Realität?
Sollte ich nicht in die Erwachsenen Abteilung?
Nur ein paar Meter weiter?
Oder bin ich doch noch zu jung dafür?
Ob ich Johannes wohl fragen kann, wie alt ich in seiner Realität bin?
So eine Scheiße, ich denke schon wie eine Irre...
Meine Ängste machen mir schwer zu schaffen und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll.
Vielleicht kann Kai mir helfen mich wieder zurecht zu finden.
Wieder mein Leben zu finden.
Ein Leben ohne Tabletten, ein Leben was mir gehört, was ich verstehe.
Und wo ich Ich sein darf.
Ganz ohne Angst, ohne Blut und ohne Tränen.
Oft denke ich nur an Kai.
Ein schönes Gefühl und ich glaube mit ihm kann ich alles schaffen.

Ein lautes Hämmern an der Tür reißt mich aus meinen Gedanken.
Ich reagiere nicht und klammere mich noch immer an Kai.
Er lässt von mir ab und entfernt sich ein paar Schritte von mir.
"Bleib bei mir!", will ich am liebsten rufen, aber in dem Moment wird die Tür aufgerissen.
Die Angst ist eben wieder hereinspaziert.
Durch meine Tür, in mein Leben, in meine eigene Realität.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 41)

1 Kommentar :

  1. Liebe Leser,
    leider sind wir nicht perfekt.
    Manchmal passieren uns Fehler und um diese zu korrigieren, müssen wir Inhalte nachträglich verändern.
    Für uns ist das meist mindestens so ärgerlich wie für euch.
    Ich bitte euch um Verständnis. Wir versuchen, das zu vermeiden, aber manchmal können wir das bedauerlicherweise nicht ändern.

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