Dienstag, 21. Juni 2016

Der Anfang vom Ende

Jedes Mal denke ich: "Ich habe es endlich geschafft."
Aber ich bin noch weiter von meinem Ziel entfernt als je zuvor.
Wieder sitze ich hier und starre auf den leeren Monitor.
Der Boden der Flasche mein einziger Freund -
und als ich die Augen schließe und das Ticken der Uhr höre, spüre ich, wie alles an mir vorbeizieht.

Was zum Teufel tu ich hier?
Keine Zeit mehr Fragen zu stellen.
Die Suche nach der Antwort längst aufgegeben.

Wieder ein Tag vorbei,
wieder nichts geschafft.
Wieder nichts gemacht.

Morgen ist wieder ein neuer Tag.
Und Stunden liege ich im Bett und frage mich:
"Denkst du auch so viel an mich wie ich an dich?"
Dann quäle ich mich in den Schlaf - durch all diese Träume.
Wohlwissend - sobald ich aufwache, kämpfe ich weiter mit dem Alptraum, der längst meine Realität geworden ist.

Sonntag, 5. Juni 2016

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 40)

Ich frage mich, was früher meine Träume waren.
Früher in meinem anderem Leben.
Als ich noch ein kleines Kind war, zehn oder noch jünger.
Da muss ich doch Träume gehabt haben, so wie jedes Kind.
Ich versuche mich zu erinnern und irgendwie fühle ich mich plötzlich wieder so klein.
An der Hand meines Vater durch den Wald laufen.
Ein Eis essen, all die schönen Dinge, die man in Erinnerung behält, wenn man erwachsen wird.
Leider bin ich noch nicht wirklich erwachsen, obwohl ich es oft glaube.
Mein Alter war für mich noch nie wichtig.
Nie habe ich mich über meinen Geburtstag gefreut.
Ich wollte nie einen Geburtstagskuchen oder eine Party.
Keine Geschenke, oder einem Clown.
Ich hasse Clowns.

Freitag, 3. Juni 2016

Zerfressenes Ich

Mit Wut und Hass,
mit ausgefahrenen Krallen schreite ich durch das Leben.
Immer habe ich damit mein Ziel erreicht.
Willkürlich zermalme ich alles, was mir in den Weg kommt..

Rache auf alles und jeden brennt lichterloh.
Wie einen Mantel trage ich die Flammen.
Das Feuer verschlingt alles,
erhellt die Dunkelheit.

Nur die Glut glimmt noch in der ewigen Nacht.
Die letzten Funken, an denen ich versuche mich zu wärmen, verglimmen.
Es wird kalt -
Schatten und Finsternis strecken Ihre Finger nach mir aus.

Alles was übrig ist, bin ich.
Allein. Einsam. Verbittert.

Wer bin ich?