Mittwoch, 1. Oktober 2014

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 35)

Immer noch habe ich das seltsame Gefühl der Schwerelosigkeit.
Kann das denn alles wahr sein? Bin ich total durchgeknallt?
Das blonde Mädchen, die Schere, die OP?
Ist das alles Realität oder ist das meinem krankem Hirn entsprungen?
So eine große Scheiße! Ich weiß nichts mehr.
Kann es sein, dass ich den Irrsinn von meinem Vater geerbt habe?
Kann man Irre-sein erben?
Ich wünschte, Johannes wäre hier, ihn könnte ich fragen.
Er ist ja schließlich vom Fach, er kennt sich doch mit Bekloppten aus.
Mein Kopf dröhnt vom vielem Nachdenken oder denke ich gar nicht nach?
Bin ich denn überhaupt noch hier?
Ich versuche mich zu konzentrieren. Nein, ich klebe nicht mehr an der Decke.
Wieder zurück in meinem Körper.
Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?
Auch das blonde Mädchen ist nicht mehr hier, ich höre auch niemanden mehr reden.
Alles ist wie in Watte gehüllt, so dumpf und unwirklich.
Ich fühle mich einsam und mir ist kalt, furchtbar kalt.

Ein zaghaftes Klopfen weckt mich aus meinem Dämmerzustand und ich versuche meine Augen zu öffnen. Ich warte und da ist es wieder. Dieses leise Klopfen.
Mein Mund ist staubtrocken und ich kriege kein Wort heraus. Mir bleibt nichts anderes übrig als zu warten. Ich starre wie gebannt auf die Türklinke.
Nichts passiert. Totenstille.
Langsam versuche ich aus dem Bett zu steigen und mir wird sofort schwarz vor den Augen. Schnell lege ich mich wieder hin und konzentriere mich auf meine Atmung.
Ein, aus, ein, aus, jetzt müsste es gehen, denke ich und schlage die Decke zur Seite.
Wieder klopft es, aber diesmal lauter und stärker.
Ich bin fast an der Tür, als diese mit einem Ruck aufgestoßen wird.
Fast bleibt mir das Herz stehen, mein Puls rast und Tränen der Erleichterung schießen mir in die Augen.
"DU?", flüstere ich.
"Hallo Lilly. Wie geht es dir?", sagt er und ich bin plötzlich glücklich wie noch nie zuvor in meinem Leben.


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