Sonntag, 11. Mai 2014

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 31)

Ich schüttele wild den Kopf.
Nein, nein! Das kann nicht sein!
Ich drücke mein Gesicht in ein Kissen und schluchze.

Plötzlich wird mir das Kissen weggerissen und ich bekomme einen Schlag in's Gesicht.
"Was stimmt mit dir nicht? Kannst du mal aufhören rumzuheulen?"
Benommen vom Schmerz und völlig erschrocken weiß ich gar nicht, was los ist.
Vor mir steht jemand im Dunkeln.
"Steh auf. Wir müssen los", sagt die Person - wieder mit dieser eindringlichen Stimme.
Fast automatisch stehe ich auf.
Im Mondlicht erkenne ich sie: es ist das blonde Mädchen.
"Los jetzt!"
Völlig lautlos und ohne Mühe öffnet sie die schwere Holztür und einen Moment später ist sie bereits verschwunden.
Langsam fällt die Tür zu.

Ich haste leise zur Tür und halte sie im letzten Moment fest, damit sie nicht durch den automatischen Türschließer, der wie immer zu stark eingestellt ist, zuschlägt.
Dann riskiere ich einen Blick durch den Spalt.
Der Gang ist dunkel und leer.
Ganz hinten an der Ausgangstür sehe ich sie.
Wie zum Teufel ist sie an dem Nachtbetreuer vorbeigekommen?
Der Gang hat eine Art Geschwür, eine Auswulstung, etwa in der Mitte, die sich Aufenthaltsraum schimpft. Dort befindet sich ein Tisch, an dem tagsüber Karten gespielt werden. Ein paar Meter daneben ist eine Couch vor dem Fernseher, auf der jemand sitzt.
Ein stämmiger, muskelbepackter, schwarzer Mann.
Ich habe ihn erst zwei oder drei Mal gesehen, als er Nachts kontrolliert hat, ob alle schlafen...
Samuel heißt er... oder so.

Ich starre in Richtung des Ausgangs.
Mit einer Geste gibt sie mir zu verstehen, dass ich mich beeilen soll.
Jaja, ich mach' ja schon...
Ich quetsche mich durch einen kleinen Türspalt und schließe behutsam die Tür; viel lauter als gewollt.
Einen Moment verharre ich bewegungslos und warte darauf, dass sich irgendetwas tut.

Es bleibt still und dunkel.
Nur die Geräusche des recht leise gestellten Fernsehers sind zu hören und das Flackern des Bildschirms erhellt den Aufenthaltsraum, der sich geschätzt 15 Meter weit entfernt befindet.
Langsam setze ich mich in Bewegung...

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 32)

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