Mittwoch, 12. März 2014

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 25)

Ich lege mich unter die Decke und ziehe sie über meinen Kopf.
Scheiße, scheiße, scheiße. Was war das denn schon wieder?
Ich reiße an meinen Haaren und bekomme allmählich ein Brennen in meinen Augen.
Ich rolle mich zusammen und merke, wie Tränen an meinen Wangen herunterlaufen.
Es klopft erneut an der Tür. Genervt schrecke ich auf und wische mein Gesicht mit
meinen Ärmeln ab. Anschließend setze ich mich auf.
"Was ist?!", schreie ich.
Die Tür öffnet sich und jemand betritt den Raum. Es ist Florian.
Was will der denn schon wieder?
Er kommt näher, schaut mir in die Augen und fängt an zu lächeln.
"Hi... Wie geht's dir? Wie war Weihnachten?", erkundigt er sich.
"Was willst du?", raune ich.
"Ich wollte nur reden. Fragen, wie es dir geht und so, weißt du?", antwortet er.
"Das kannst du dir sonst wo hinschieben", brumme ich. "Kannst du jetzt abhauen? Ich will wenigstens ein paar Stunden Ruhe vor dir und den ganzen anderen Vollidioten haben."
Sein Grinsen verflog. Sprachlos verlässt er den Raum und schließt die Tür fast lautlos.
Schwachkopf.
Ich lass mich wieder auf's Bett fallen und drehe mich auf die Seite.
Das Gefühl der Müdigkeit überführt mich und ich schlafe ein.

Ich öffne meine Augen. Noch müde setze ich mich langsam auf und schaue auf die Uhr, die sich neben meinem Bett befindet. Es ist 22:46 Uhr. Ich habe wohl den halben Tag verpennt.
Ich stehe auf und schlendere zum Badezimmer.
Den Lichtschalter umlegend schaue ich in den Spiegel. Ich schaue mir in die Augen, tief in die Augen. Schon allein dadurch, mich anzustarren, kommen mir wieder Tränen hoch.
Schon wieder fange ich an zu heulen. Dieses Mal jedoch wehre ich mich nicht dagegen.
Ich sinke zu Boden, rolle mich zusammen und lasse meinen ganzen Schmerz raus.
Ich klage und jammere, hoffend, dass das niemand mitbekommt.
Warum musste diese ganze Scheiße passieren?
Warum musste ich bloß in dieser Klapse enden?

Mich wieder beruhigend stehe ich angestrengt auf und wasche mein Gesicht.
Ich halte einmal inne und gehe wieder zurück in mein Zimmer.
Auf einmal sitzt da jemand auf einem Stuhl, der sich vor dem Fenster befindet.

"Was ist los?", fragt Ute mich besorgt.
Wie angewurzelt bleibe ich stehen und bekomme kein Wort hoch.
Sie steht auf und bewegt sich zu mir. Mein Magen zieht sich zusammen und ich schaue sie bloß an - angewidert von der Vorstellung, dass sie mich gehört hat.
"W-warum bist du hier?", stottere ich.
"Willst du mich verarschen? Wir teilen uns dieses Zimmer. Außerdem mache ich mir Sorgen um dich."
Ich bin einerseits gerührt, aber dennoch ist es mir peinlich, was mir das Verlangen gibt, sie anzuschreien, dass sie doch abhauen solle - doch irgendwie ist mir gerade nicht danach...

Nun steht sie direkt vor mir. Sie schaut in mein Gesicht, in meine verheulten Augen und ich in die ihren - grün wie eine saftige Wiese.
Plötzlich umarmt sie mich.
"Wenn was ist, bin ich immer für dich da. Ich verspreche es."
Meine Augen brennen wieder, doch ich will nicht wieder heulen. Ich will ihren Griff lösen und versuche es anfangs, doch letztendlich lasse ich es...
Denn es ist ein schönes und warmes Gefühl. So warm war mir lange nicht mehr. Ihr Rumgebrülle fällt mir auch nicht mehr auf.
Ich erwidere ihre Umarmung und gebe ein leises Schluchzen von mir.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 26) 

[Gastbeitrag von Lillith]

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen