Dienstag, 15. Januar 2013

General Winter

Sachte und lautlos fallen die kleinen, weichen Schneeflocken vom Himmel. Sie legen sich auf Kopf, Schultern und Boden. Du freust dich, es ist solch ein schöner Anblick. Die Stille wird allein durch deine im Schnee knirschenden Schritte durchbrochen, doch sie ist nicht unangenehm. Im Gegenteil, sie erfüllt dich mit Ruhe. Allmählig kommt Wind auf, ist dir nicht kalt? Doch du gehst weiter, Schritt für Schritt und der Schnee legt sich auf Kopf, Schultern und Boden. Langsam wird er schwer, wirst du nicht müde? Du läufst ein paar Schritte, ein Schneehase rennt erschrocken davon. Du lächelst und gehst weiter, der Schnee wird tiefer, geht dir bereits bis zu den Knien und der Wind wird stärker. Doch es ist schönes Wetter, friedlich und sanft. Die Schritte werden schwerer, der Schnee auf Kopf und Schultern wird schwer und langsam dringt die Kälte in deinen Körper. Doch es stört dich nicht, ist dir denn nicht kalt? Als du zu frieren beginnst, bleibst du stehen und schaust dich um. Hinter dir sind keine Spuren im Schnee. Der stärker werdende Wind hat sie verweht und so ist der Boden um dich herum schneeweiß und unberührt. Es ist wirklich schön und erfüllt dich mit Freude, doch dann bemerkst du, dass du nicht weißt, von wo du gekommen bist. Machst du dir denn keine Sorgen? Du gehst weiter in die Richtung, in die du auch zuvor schon gegangen bist, glaubst du. Langsam wird dir doch kalt, du zitterst. Und der Wind ist nun doch nicht mehr angenehm auf der kalten Haut, oder? Er brennt und beißt, die Schneeflocken fühlen sich nicht mehr weich an, eher wie Glassplitter auf der Haut. Je weiter du gehst, desdo kälter wird es und langsam hast du das Gefühl, auf der Stelle zu gehen. Überall ist alles weiß und inzwischen nimmt dir der fallende Schnee die Sicht. Machst du dir keine Sorgen? Bist du nicht müde? Schwer atmend und die Arme dicht um den Körper geschlungen stapst du weiter durch den knietiefen Schnee. Dann, als du schon aufgeben willst, siehst du durch den Schneesturm hindurch Lichter in der Ferne. Ist das deine Stadt, dein Zuhause? Sicher bist du froh. Du gehst weiter so schnell du kannst, doch langsam wollen deine Füße dich nicht weiter tragen. Tut es nicht weh? Die Kälte in Beinen und Zehen. Der Schnee fällt auf Kopf, Schultern und Boden. Ruh dich aus! Das schaffst du nicht. Du gehst weiter, schwer atmend, zitternd und würdest vor Schmerzen am liebsten weinen. Schreien bringt nichts und die Kraft bringst du nicht mehr auf. Schlaf. Bleib stehen. Ruh dich aus, nur einen Moment. Du wirst langsamer und fällst schließlich in den tiefen Schnee. Er trägt dich teilweise, fängt dich auf, wie ein weiches Federbett. Während du dich ausruhst, schließt du die Augen und der Schnee fällt auf Kopf, Schultern, Körper und Boden. Zärtlich wirst du umarmt, während es ruhiger wird, der Schnee schützt dich vor dem eisigen Wind. Du atmest aus, lächelst zitternd, doch erleichtert. Schlaf. Das hast du dir verdient. Du stimmst zu, atmest noch ein Mal tief durch, langsam aus... und nicht wieder ein...

Sonntag, 13. Januar 2013

Psychologen sind Idioten?! (Kapitel 10)

Okay, eine halbe Stunde Zeit bis meine Mutter kommt, meine Gedanken überschlagen sich und mir ist kotzübel.

Diese Übelkeit habe ich schon fast..., ja, wie lange eigentlich schon?
Ich kann mich nicht mehr erinnern.
Die Zeit vergeht viel zu schnell und schon klopft es an meine Tür.
"Lilly?! Kommst du? - deine Mutter ist im Besucherraum."
"Sofort. Noch fünf Minuten", ich weiß nicht, ob ich es laut gesagt habe, aber hinter der Tür ist es jetzt still.
Hastig renne ich ins Bad, ich muss kotzen.
Am liebsten würde ich jetzt abhauen. Aber wohin und wie ...? Ich bin wie erstarrt.
Ich wische mir den Mund ab, spüle ihn aus, kämme meine Haare und gehe in den Besucherraum.

Da sitzt sie und lächelt mich an, aber nur ihr Mund lächelt, ihre Augen nicht.
Diese Frau ist mir fremd und ich versuche zu begreifen, dass diese Frau meine Mutter ist.
"Hi", mehr oder etwas besseres fällt mir nicht ein.
"Hallo, mein Schatz", sagt sie und sieht mich mit diesem vorwurfsvollem Blick an.
Ich setze mich an den Tisch und warte.
Ich nutze die Zeit um sie mir genauer anzusehen. Sie hat sich aufgedonnert, Lippenstift, orange-rot gefärbte Haare, schickes Outfit. Ich kenne sie anders - ganz anders.

"Leider habe ich nicht viel Zeit, ich wollte dich nur fragen, ob du zu Weihnachten nach Hause kommen möchtest?"
Sie fragt mich tatsächlich, was ich möchte. Dieses verlogene Biest...
Nervös knetet sie ihre Finger und sieht mich fragend an.
"Weiß nicht. Muss ich?", frage ich, ohne sie anzusehen.
Meine Gedanken überschlagen sich, mir kommen die Schläge, die Demütigungen und all die Wut und der Hass in den Sinn. Einfach alles,was sie mir angetan hat.
Meine Wut wird immer stärker, ich möchte sie leiden sehen, so wie ich all die Jahre gelitten habe.
In meinem Kopf beginnt es zu rauschen, mir ist übel, die Schere in meiner Hand macht mich stark.
Langsam stehe ich auf, die Schreie sind unerträglich.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 11)

Freitag, 11. Januar 2013

Leise Liebe

Nichtssagende Augen,
leere Worte, große Reden.
Ein Auf und Ab von Gefühlen.
Bäume bewergen sich sanft und leise im Wind.
Nervöse Gesten,
traurige Augen, nicht denken müssen.
Laut dröhnt die Musik,
schwere Klänge in lauer Sommernacht.
Dicht beieiander sitzen,
das Biergrlas längst leer,
deine verstohlenen Blicke spüre ich auf meinem Gesicht.
Die Zigarette ausdrückend fliehe ich vor Deinen Gefühlen,
und fahre schweigend durch die Dunkelheit meiner Gedanken!

Dienstag, 8. Januar 2013

Finger weg von Unitymedia!

(Kundenmeinung)

Liebe Leute,

Meiner Meinung nach ist Unitymedia einer der servicetechnisch und stabilitätstechnisch schlechtesten Anbieter auf dem Markt.
Ich habe seit dem 15. November (also bereits knapp 2 Monate) kein Internet, trotz unglaublicher Bemühungen meinerseits.

Das Beste kommt noch: Ich habe ZWEI MAL per Fax gekündigt - dies wurde von der Unitymedia einfach ignoriert!
Ich musste wieder erst persönlich zum Unitymedia-Laden gehen, es wurde in der Zentrale angerufen und seit dem 04.01.13 ist der Vertrag nun endlich gekündigt!

In der gesamten Zeit musste ich 6 oder 7 mal persönlich zum Unitymedia-Laden in Paderborn (manche Mitarbeiter dort sind ziemlich unfreundlich und die Angestellten dort sind mal locker eine halbe Stunde in der Warteschleife der Unitymedia-Hotline...) gehen und zahlreiche Anrufe tätigen.

Ich hatte die gesamte Zeit kein Internet und keinen Ersatz erhalten.

(fairerweise muss man sagen, dass ich in dieser Zeit natürlich keine Beiträge zahlen musste)

Interessant halte ich auch, dass Unitymedia Firmen wie "einKABEL GmbH" (http://www.einkabel.de/), deren Techniker in meinen Augen zum Teil unqualifiziert und unseriös arbeiten, (ich musste die Nummer der Hausverwaltung VIER MAL durchgeben, da jedes Mal behauptet wurde, die Nummer wäre nicht angekommen!!!) oder "Tectum Group" anstellt (siehe: http://www.tellows.de/num/020915704729
, laut Kommentaren belästigend).

Fazit: Finger weg von Unitymedia.

LG, SimSim x3.


Nachtrag (08. Jan. 2013): Heute hat ein Techniker der Firma einKABEL GmbH den Anschluss repariert. Daher habe ich meine Kündigung zurückgezogen, obwohl ich bisher nur unglaublich unzufrieden war.
Nachtrag 2: Mittlerweile bin ich, seitdem der Anschluss repariert wurde, mit Unitymedia (halbwegs) zufrieden.
Nachtrag 3 (23. Sept. 2014): Ich muss sagen, Unitymedia gehört bislang noch immer zu den Providern mit einer der schlechtesten Verfügbarkeit. Dennoch ist das (theoretische) Preis/Leistungs-Verhältnis auf dem Markt noch immer eines der besten.

Sonntag, 6. Januar 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 9)

Ich kann den Blick nicht von dem Päckchen abwenden.
Langsam öffnet es sich, wie von Geisterhand und eine grüne Flüssigkeit fliesst heraus.
In dieser grünen Flüssigkeit liegt dort, wo das Päckchen war, nun ein pulsierendes Herz.
Ich versuche, mich zu zwingen, mich zu bewegen, aber ich schaffe es nicht. Nicht mal, zu blinzeln.

Mein Kopf wird sanft, aber bestimmt, zur Seite gedreht und ich sehe Johannes vor meinem Gesicht.
"Lilly?! Was ist los mit dir? Hörst du mir überhaupt zu?!"
"Ja... äh... ich habe nur über was nachgedacht."

Was war das schon wieder für eine Scheiße?
Bin ich jetzt total bekloppt?
Ich starre auf die Stelle, an der eben noch das Päckchen lag. - Nichts.

"Ab jetzt wird sich deine Betreuerin, Mechthild, persönlich darum kümmern, dass du deine Medikamente nimmst. So kann das nicht weitergehen."

Ich nicke.

"Übrigens... nächste Woche ist Weihnachten.
Ich habe mit deiner Mutter gesprochen und sie möchte, dass du über Weihnachten nach Hause kommen sollst..."
"Was?!"
Ich muss mich zusammenreißen um nicht auszurasten.
Warum soll ich nach Hause kommen? Damit sie mich quälen kann?!
Die mach' ich fertig.

"Ja, ich halte das gar nicht mal für eine schlechte Idee.
Sie möchte aber vorher noch mal persönlich mit dir reden.
In etwa einer halben Stunde müsste sie hier sein..."

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 10)