Samstag, 28. Dezember 2013

Frag nicht

Schluck deine Sehnsucht hinunter
wisch dir die Angst vom Gesicht.
Frag nicht warum,
warum alles ist
wie es ist.
denn die Anderen wissen es nicht.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Menschen

Die Menschen hampeln sich ab,
sie machen sich alles unbequem
sie komplizieren alles
und sind vergesslich.
Sie hören und sehen nichts
und sind trotz
ihres ständigen Geredes stumm.

Samstag, 7. Dezember 2013

Oder, Was?

Wäre man so, wie man wär,
könnte man sein, wie man sein will
oder auch so,
wie man eigentlich nur dann ist,
wie man ist, wenn man so ist
oder auch nur einfach so
sein könnte,
oder will,
oder auch einfach nur wirklich so ist.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Feierabend

Sensationelle Neuigkeiten,
Bombenanschläge, Attentäter auf der Flucht.
Nachrichten aus Ost und West.
Vulkanausbrüche, tausend Obdachlose, Kinder verhungern.

Menschen sterben in jedem Moment.
Ohne Emotionen wird auf den neuen Tatort umgeschaltet.

Man hat ja schließlich Feierabend...

Deine Zeit

Nimm dir Zeit,
deine Zeit.
Doch leg etwas für mich davon zurück,
dann schenk ich dir
auch etwas Zeit von mir.

Mittwoch, 6. November 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 24)

"Lilly? Bist du fertig? Wir fahren gleich los.", ruft meine Mutter von unten hoch.
Ich wische mir die Tränen aus dem Gesicht, setze ein Lächeln auf und antworte, als sei nichts gewesen: "Ich komme sofort."
"Ich komme sofort." Meine Oma schwelgt in traurigen Erinnerungen. Ich sehe zu ihr, doch sie scheint schon weit weg zu sein und bemerkt nicht, wie schnell ich wieder lächle.
Wahrscheinlich hat sie nichtmal bemerkt, dass ich geweint habe. Niemand bemerkt, wie es mir geht, wenn mich etwas berührt. Und wenn doch, dann bin ich sofort abnormal.

Leicht schüttle ich über die eigenen Gedanken den Kopf und mache mich eben fertig, damit meine Mutter nicht sieht, dass ich wieder geweint habe. Sie muss mich ja nicht wieder mit ihren Blicken bemitleiden wie krank ich doch sei.
So laufe ich danach schnell die Treppe hinunter, schließlich würden sie sonst wieder rufen und noch ungeduldiger werden.
Sobald ich unten angekommen bin, verlassen meine Mutter, meine Cousine und ich das Haus und steigen in das Auto. Meine Mutter und ich vorne, meine Schwester hinter meiner Mutter. Sie hatte mich nicht gerne hinter sich sitzen, als befürchte sie, ich würde ihr an den Hals fallen. Absurd.
Natürlich kam mit der Gedanke schon mehrfach, doch war der richtige Moment dafür noch nicht gekommen.

Gelangweilt schaue ich aus dem Fenster, als wir losfahren. Wo fahren wir eigentlich hin? Ich weiß es nicht mehr - eine weitere Gedächtnislücke. Doch nachfragen will ich auch nicht.
Kurz schaue ich nicht nach vorne, schaute aus dem Seitenfenster und beobachte den riesigen Fluss, welcher neben der Straße her fließt.
Ich muss wieder an meinen großen Bruder denken, den ich nie kennen gelernt habe. Ob er sehr gelitten hat? Ertrinken soll ein grausamer Tod sein. Mathias... Er wäre sicher ein toller Bruder geworden.

Kurz schließe ich die Augen, um mir vorzustellen, wie er heute wohl ausgesehen hätte, da wurde ich nach vorne geschleudert. Der Sicherheitsgurt hält mich noch gerade so und schneidet in meine Schulter. Mein Bruder Dennis und meine Mutter schreien, der Wagen fährt mit quietschenden Reifen von der Straße auf den Fluss zu.
Oh Gott, nein! Durch den Abhang werden wir im Auto herumgeschleudert, meine Mutter versucht den Wagen zum Halten zu bringen und unter Kontrolle zu bekommen. Das laute Hupen des LKWs auf der Straße, welcher uns beinahe gerammt hätte, wurde von dem Schreien übertönt.Auch ich schreie, schaue entsetzt zu dem Fluss, welchem wir immer näher Kommen, versuche mich festzuhalten...

Im nächsten Moment wird es still, mit einem Mal hält der Wagen beinahe und poltert nicht mehr.
Langsam sinkt er runter, Schwester und Mutter versuchen sich schnell abzuschnallen, während das Wasser schnell in den Wagen eindringt und das Auto im Fluss versinkt.
Vollkommen starr vor Panik und Unglauben starre ich auf das Wasser, versuche nicht einmal mich zu befreien, mich abzuschnallen oder die Türen zu öffnen. Dies ist durch das Wasser sowieso nicht mehr möglich. Die panischen Worte der beiden anderen bekomme ich nicht mehr mit, während ich darüber nachdenke, ob ich nun herausfinde, wie sich mein großer Bruder wohl gefühlt hat. Ertrinken.

Ich hatte mir einen anderen Tod vorgestellt...
Halt, warte! Irgendwas stimmt hier nicht. Wie in einem schlechten Film hält die Zeit an und ich sehe zu meiner Mutter. Das stimmte nicht. Ich fahre nicht Auto. Der Praktikant, Kai, und das Päckchen. Genau! Das Päckchen von Florian. Wieder zieht sich in mir alles zusammen und mein Puls steigt, während die Umgebung vor meinen Augen verwischt...
Mehrmals blinzle ich, ehe ich die Augen aufschlage und an eine weiße Decke starre. Bin ich umgekippt? Ich drehe den Kopf zur Seite und blicke direkt in die großen, blauen Augen des Praktikanten. Er sah sehr besorgt aus. "Kaum, dass ich reinkam, bist du zusammengebrochen... Ich habe mich riesig erschrocken." Erklärte er und mir entwischt ein leises Seufzen, ehe ich mich aufsetze. "Ich war nur müde." "Sicher? Es sah nicht-" "Müde! Ich war... und ich BIN müde, Kai."
Er antwortete nicht weiter, steht auf und ging zur Zimmertür. Er hat mich wohl auf mein Bett gelegt. "Dann... schlaf gut...?" fragt er unsicher, mich nochmal mit diesen strahlenden, blauen Augen ansehend, als wolle er direkt durch mich hindurchsehen.
"Danke." antworte ich patziger, als gewollt und lasse ihn gehen.
Sobald die Tür wieder zu ist, lasse ich mich nach hinten aufs Bett fallen und starre wieder an die Decke...

[Gastbeitrag von KingEgoist]

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 25)

Samstag, 2. November 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 23)

Ich schnappe mir meine Tasche und meine Geschenke, die immer noch ungeöffnet auf dem Boden liegen und renne nach unten. Mein Bruder steht am Ende der Treppe und scheint auf mich zu warten.
"Was willst du?" frage ich ihn und merke selbst wie aggressiv das klingt.
"Ich? Ach nichts", sagt er und sieht weg.
"Ok. Bis dann mal!", rufe ich zum Abschied über die Schulter und schon bin ich im Auto.
"Kann's losgehen?", fragt meine Mutter, ich nicke ihr zu und schon fährt sie los.
Irgendwie geht jetzt alles zu schnell, sogar die Bäume am Straßenrand rauschen an uns vorbei.
Ich möchte schreien: "Fahr doch langsamer - ich möchte noch bei euch sein!"
Doch ich kann es nicht. Mein Herz tut mir weh und ich bekomme schon wieder Kopfschmerzen. Angst und Einsamkeit kriechen an mir hoch.
Ich versuche zu schlafen, doch meine Mutter redet unaufhörlich auf mich ein.
Von dem was sie sagt verstehe ich kein Wort.

Ich denke an meinen toten Bruder, an das Boot, an Weihnachten...
Das Auto bleibt stehen und ich höre meine Mutter fröhlich sagen: "Wir sind da."
Als hätten wir einen Sonntagsausflug gemacht oder sowas.
Ich weiß auch nicht, was sie sich dabei denkt.
Es ist schon dunkel und aus den Fenstern scheint warmes Licht nach draußen.
Irgendwie bin ich erleichtert wieder hier zu sein und doch bin ich auch traurig, das ich hier sein muss.
"Soll ich mit reinkommen?", fragt meine Mutter.
"Nein, lieber nicht", sage ich. Sie soll nicht merken, wie traurig ich bin.
Niemand soll es merken. Niemals.

Ich gehe rein ohne mich nochmal um zu drehen und höre das Auto wegfahren.
Als erstes fällt mir der Tannenbaum auf, der im Flur steht. Schön geschmückt, mit roten Kerzen und blauen Kugeln. Unter dem Baum liegen Geschenke und im vorbei gehen lese ich meinen Namen.
Scheiß drauf, denke ich und versuche so schnell wie möglich in mein Zimmer zu kommen. Jemand ruft mich und genervt drehe ich mich um.
Es ist Johannes, der mich freudestrahlend ansieht.
"Hallo, Lilly, hattest du eine schöne Zeit zu Hause?", erwartungsvoll sieht er mich an.
"Geht so", sage und drehe mich weg. Schnell gehe ich in Richtung meines Zimmers.
Ich spüre seinen Blick in meinem Nacken und gehe noch etwas schneller.
In meinem Zimmer angekommen schließe ich hastig die Tür hinter mir.
Meine Zimmergenossin ist noch bei ihren Eltern.

Endlich allein, denke ich und werfe die Weihnachtsgeschenke auf mein Bett.
Fast im selben Moment sehe ich ein Päckchen auf dem Stuhl liegen.
Eingepackt in braunem Papier, mit einer roten Schleife.
Ich sehe es mir an und mein Herz schlägt schmerzhaft gegen meine Rippen. Meine Augen füllen sich mit Tränen und mir wird schlecht.
Das kann nicht sein, denke ich.
Auf der Karte steht: "von Florian - für Lilly".

Leise klopft es an der Tür und ein blonder Junge mit strahlend blauen Augen steckt seinen Kopf zur Tür herein.
"Hey, ich bin Kai, der neue Praktikant, darf ich reinkommen?"
Mein Mund ist ganz trocken, ich starre ihn an und kann nur nicken.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 24)

Freitag, 1. November 2013

Mein Leben für Dich

Wenn Du nicht wärst,
könnte ich frei sein von vielen Pflichten.
Wenn Du nicht wärst,
könnte ich sein - so wie ich sein möchte.
Wenn Du nicht wärst,
würde ich viel mehr reden,
weil jetzt ja Du fast alles sagst.
Wenn du nicht wärst,
wüsste ich nicht, warum ich lebe.

Weil Du mir alles gibst, was ich mir wünsche.

Montag, 28. Oktober 2013

Mein Ich

Im Wald umherirren,
versuchen zu denken.
Antworten suchen, sie finden,
dann wieder vergessen, liegen lassen.
Gefühle pflücken, wie Blumen in eine große Vase stellen,
bis sie vertrocknen.
Einsamkeit erzwingen.
Ertrinken in Wut und Verzweiflung.
Schubladen auf machen, vollpacken mit Selbstmitleid
und angestautem Hass,
dann wieder zu machen um sie immer wieder zu öffnen.
Gefühle die einen zum Wahnsinn treiben,
die einen lehren,
sich selbst zu zerstören.
Ein Leben mit mir und meinen verlorenen Träumen,
das Leben lernen müssen.

Samstag, 26. Oktober 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 22)

Ich sehe noch immer dieses Lächeln im Spiegel.
Ich betrachte mich genau, aber es kommt mir vor, als sei die Person im Spiegel nicht ich.
Meine Augen fühlen sich komisch an und ich fange an zu reiben.
Manchmal weiß ich gar nicht mehr, was wirklich passiert und was nicht...
Ich versuche mich zu erinnern: Was ist an Weihnachten passiert?
Nichts. Ich kann mich an nichts mehr erinnern. War überhaupt schon Heiligabend?
Fragend sehe ich mich um, um irgendetwas zu finden, was mir hilft, mich zu erinnern oder irgendwelche Zeichen gibt.
Wie erwartet: Ich finde nichts. Alles ist genau wie immer. Wie jeder verdammte Tag, den ich hier verbracht habe. Irgendwie bin ich traurig, aber ich fühle, wie etwas dieses Gefühl unterdrückt.
Ich öffne meine Zimmertür.
Jetzt sehe ich es: im Flur vor meiner Zimmertür sind ein paar Geschenke gestapelt:
zwei kleine und ein etwas größeres. Eingepackt in weihnachtliches Geschenkpapier. Mit Tannenbäumen, Rentieren und so was.
Meistens bekomme ich eh nur Mist geschenkt.
In Gedanken versunken versuche ich wieder, mich zu erinnern...
 
"Oma? Warum ist Papa eigentlich so geworden, wie er war?"
"Weißt du, Lilly... vor deiner Mama war er schon mal verheiratet. Und er hatte mit der anderen Frau bereits einen Sohn. Er war fast 4 Jahre alt...", erzählt sie langsam und ruhig.
"War?", frage ich mit großen Augen. "Was ist passiert?!"
"Seine damalige Frau und ihr gemeinsamer Sohn starben. Sie sind bei einem Motorbootunfall gestorben. Er hat sich dafür immer die Schuld gegeben."
Ich sehe Tränen in ihren Augen.
Es berührt mich nicht. Ich spüre Traurigkeit. Ich will schreien - ich will weinen. Aber es geht nicht. Ich kann sie nur anstarren.
"Aber... wie ist das passiert?", frage ich mit zitternder Stimme.
"So, wie er mir das erzählt hat, passierte das im Urlaub. Das ist jetzt schon über 20 Jahre her... Er ist einfach zu schnell gefahren. Du weißt doch, wie Männer sind. Sein Sohn... Mathias hieß er... er fiel ins Wasser. Und die Mutter sprang natürlich sofort hinterher."
"Moment mal... heißt das, ich hätte noch einen großen Bruder gehabt?!"
"Ja, das heißt es, mein Kind... - Sie sind beide ertrunken. Ein riesiges, vorbeifahrendes Schiff hat die beiden erfasst."

Ich falle auf die Knie.
Ich vergrabe mein Gesicht in meinen Händen und Tränen rollen mir über die Wangen.
Warum weine ich?... Die Tränen hören nicht auf zu fließen.
Ich schaue auf.
Vor mir sehe ich meine Geschenke unausgepackt liegen.

"Lilly? Bist du fertig? Wir fahren gleich los.", ruft meine Mutter von unten hoch.
Ich wische mir die Tränen aus dem Gesicht, setze ein Lächeln auf und antworte, als sei nichts gewesen: "Ich komme sofort."

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 23)

Dienstag, 17. September 2013

Schuldzuweisung - Zitat

"Wenn du glaubst, es liegt an allen anderen, liegt es meistens an dir selbst."
- Simon Stinglhammer -

Eingliederung in die Gesellschaft - Zitat

"Es erscheint klüger, die eigene Denkweise zu ändern und sich in die Gesellschaft einzugliedern und daran zu gewöhnen, statt in Unzufriedenheit in Einsamkeit zu vegetieren oder zu versuchen, alle anderen zu ändern."
- Simon Stinglhammer -

Sonntag, 18. August 2013

Ein besonderes Geschenk

Vertrauen ist wie ein Geschenk.
Schön eingepackt, mit einer Schleife.

Man sollte es vorsichtig öffnen,
ansehen, berühren, benutzen und dann wieder verpacken.

Vertrauen bekommt man nicht überall.
Es ist sehr zerbrechlich, oft durchsichtig, wie Glas.

Gib es zurück,
behalte es nicht nur für dich,
verschwende es nicht,
verstecke es vor eifersüchtigen Neidern.

Vertrauen ist wie ein Geschenk.
Mach es nicht einfach so kaputt,
trage es vorsichtig durchs Leben.

Donnerstag, 8. August 2013

Die Dinge ändern sich

Eben noch warst du jung und voller Glück.
Hast gelacht, getanzt, geliebt und gelebt.

Eben noch hast du Zeit gehabt,
Ziele und haufenweise Möglichkeiten.

Eben noch hattest du eine Zukunft, ein Leben.
Hast gesungen, das Leben geliebt.

Eben noch hattest du Freunde, Menschen um dich herum.
Du wusstest was Liebe bedeutet.

Eben noch warst du intelligent,
hast viele Dinge sofort verstanden.

Was gibst du alles auf ?

Du musst wissen,
die Dinge ändern sich.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 21)

Meine Füße sind immer noch eiskalt und wie aus weiter Ferne höre ich meinen Namen.
Ich versuche mich zu konzentrieren. - Ja, jemand ruft nach mir.
Ich kann meine Augen nicht öffnen und einige Sekunden lang glaube ich, ich sei blind.
"Lilly, du musst aufstehen", jetzt höre ich es ganz deutlich, es ist die Stimme meiner Mutter.
Mit aller Kraft öffne ich meine Augen und was ich sehe verwirrt mich.
Ich sehe einen kleinen Eisbären, der mir eine rote Rose entgegenstreckt.
Ach du Scheiße, denke ich, jetzt bin ich wirklich total abgedreht.
"Lilly - wir müssen gleich los", ruft meine Mutter noch mal.
Sie kommt in mein Zimmer, in der Hand hält sie ein Glas Saft und meine Pillen.
Seitdem ich hier bin, achtet sie genau darauf, das ich die verdammten Dinger schlucke.
Wie im Knast, denke ich.
Zeig mir deine Hände, mach den Mund auf, sind auch alle weg und so weiter.

Erst jetzt wird mir bewusst, wo ich eigentlich bin.
Wie ein kleines Kind liege ich im Bett. Mit einem Eisbärschlafanzug und einem Kuschelkissen aus rosa Plüsch neben mir.

"Komm schon, du musst die Tabletten nehmen, wir wollen doch nur dein Bestes", sagt meine Mutter mit einer Stimme, die mir Angst macht.
Sie spricht mit mir, wie mit einer Verrückten; so wie sie damals mit meinem Vater gesprochen hat.
Ich schlucke die Tabletten runter. Was soll's?, denke ich.
"Dann zieh dich mal an, in zwei Stunden müssen wir los",sagt sie und geht wieder nach unten.
Langsam stehe ich auf und sehe in den großen Spiegel.
Ich sehe aus wie früher. Wie früher, als alles noch gut war, Als ich noch Ich war.

Die welligen Haare stehen in alle Richtungen und meine grünen Augen hab' ich wohl von meinem Vater geerbt. Nur die vielen Narben waren früher noch nicht da.
Plötzlich spüre ich, wie die Traurigkeit in mir hochkriecht.
Wie eine riesige Schlange windet sie sich um meinen Hals und versucht mich zu erwürgen.
Die Medikamente machen mich schwach und ängstlich, denke ich und in dem Moment beschließe ich, nie wieder nehme ich diese Pillen.
Egal, was passiert.
Ich lächle mein Spiegelbild an und freue mich sogar ein wenig.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 22)

Sonntag, 7. Juli 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 20)

Ich wache auf.
Mein Kopf dröhnt und mein Herz rast.
Ich höre von unten lautes Gelächter und Musik.
Was ist heute nochmal für ein Tag?
Ach ja, es ist Weihnachten...
Meine "wundervollen" Verwandten sind da und es geht wieder dieses scheinheilige Familiendasein los.
Wie toll.
"Lilly, bist du schon wach?", ruft meine Mutter hoch, "Komm doch runter. Es sind schon alle da."
Schleppend stehe ich auf und ziehe meine Schlabberklamotten an. Auf Kleidchen und Schleifchen habe ich keinen Bock. Darauf habe ich sowieso nie Bock. Ich stehe auf übergroße Männerpullis und weite Hosen.

Ich gehe ins Bad.
Ich fühle mich so dreckig.
Bestimmt werde ich krank... - Und wenn schon.
Ich wasche mein Gesicht und bürste danach meine verknoteten Haare.
Ich mag sie nicht. Sie wären schöner, wenn sie dunkler wären.
Am liebsten hätte ich auch größere Brüste... Und wäre gerne dünner.
Ein flacher Bauch, große Brüste und lange, schwarze Haare.
Das wäre so perfekt. Dann würde ich mich wenigstens trauen, engere Kleidung zu tragen.
Aber scheiß drauf, man kann ja nicht alles kriegen, was man will.

Nachdem ich mir meine Zähne geputzt habe und meine Hausschuhe angezogen habe, gehe ich verschlafen die Treppe herunter.
Unten angekommen, merke ich, wie ich angestarrt werde.
Da sind sie ja alle: Meine Tante mit der Hakennase, mein Onkel mit dem fetten Bierbauch,
meine klapprigen Großeltern, meine ach so perfekte Musterschülerin von Cousine,
mein Cousin Edward und mein anderer Cousin, der eh aussieht wie der letzte Vollidiot.
Alle gaffen sie.
Warum glotzen die mich so an? Die haben sicherlich andere Probleme, als sich Gedanken über mich zu machen.

"Du bist aber groß geworden", darf ich mir von meiner Großmutter anhören.
Ist ja nicht so, als hätten wir uns vor einem Jahr das letzte Mal gesehen.
Gewachsen bin ich auch nicht...
Alles reden sie auf mich ein mit ihrem "Wie geht es dir?" und "Schön, dass du da bist",
als würde ich nicht merken, dass dieses nette Verhalten bloß schlecht gespielt ist und mich keineswegs beeindruckt.
Ich fühle mich unwohl. So unwohl, wie fast noch nie. Und überfordert.


"Du bist aber fett geworden", wirft mir meine Cousine an den Kopf, "Bist du immer noch so ein Versager?"
Dieses elende Miststück. Ich wünsche, sie würde endlich verrecken.
Angenervt von ihrer Dreistigkeit, mich so scheiße zu behandeln, überkommt mich das Bedürfnis, ihr weh zu tun.
So richtig weh zu tun, dass sie auf dem Boden liegt und heult. Sie soll bluten.
Ohne mein Verlangen zu zügeln, hole ich aus und schlage mit voller Wucht in ihr hässliches Barbiegesicht - direkt auf ihre Nase.
Sie hält sich ihr Gesicht und fängt an zu weinen.
Blut tropft an ihrem Kinn herunter.
"Spinnst du?!", brüllt mich meine Tante an.

Es beeindruckt mich wenig, weil ich dieses Weib nicht ernstnehmen kann.
Ohne zu zögern schlendere ich zur Tür, schnappe mir meine Jacke und gehe aus dem Haus.
Ich will rennen. Ganz schnell, bis ich nicht mehr richtig atmen kann.
Also renne ich, so schnell ich kann, in den Wald, denn das ist der einzige Ort, wo ich mich halbwegs wohlfühle. Dort ist es ruhig. Dort ist niemand, der mich verletzen kann.

Als ich ankomme, kann ich kaum atmen und breche fast zusammen.
Ich hasse sie, jeden einzelnen. Ich mochte sie noch nie.
Ich will doch nur, dass mein Vater wieder da ist.
Dann wäre alles wieder ok, dann wäre alles wieder gut.
Hätte er sich nicht aufgehangen...
Ich fange wieder an zu heulen.

Immer noch bekomme ich kaum Luft.
Meine Füße fangen an zu brennen und ich schaue auf sie hinab.
Ich hätte mir erst meine Schuhe anziehen sollen...
Keine Wunder, dass sie unterkühlt sind und schmerzen.
Aber irgendwie ist es mir dann doch egal.

Ich richte meinen Kopf nach vorne und gehe den Weg entlang.
In der Ferne ist eine Laterne. Im Lichtschein von ihr befindet sich eine Person.
Irgendwie bekomme ich Angst und bleibe stehen.

Ich versuche wegzurennen.
Aber ich kann meinen Körper nicht beherrschen und bin wie angewurzelt.
Ich beobachte die Silhouette der Person.
Es scheint, als würde sie mich anstarren.
Mir ist so kalt...


Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 21)

[Gastbeitrag von Lillith]

Psychologen sind Idioten ?! - Charakterenliste

Du hast den Überblick verloren?
Hier gibt es eine Liste aller bisher vorgekommenen Charaktere.
Diese Liste wird im Fortlauf der Geschichte ergänzt.
Zusätzlich werden dort in einiger Zeit Eigenschaften über die Charaktere gelistet sein.

http://simsim-nureinblog.blogspot.de/p/hintergrundinformationen-zu-psychologen.html

Sonntag, 23. Juni 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 19)

Unsanft werde ich gegen die Schulter gestoßen.
"Sag mal, hörst du mir überhaupt zu?!"
Ich erschrecke mich fast zu Tode.
Meine Mutter sieht mich besorgt an.
"Jaja, ich komme doch schon zum Essen..." antworte ich fast automatisch.
Sie geht.
Das Gefühl ist weg... - Die Freiheit hat sich in Luft aufgelöst.
Ich bin wieder gebunden an meinen Körper.
Er ist kalt. Er fühlt sich falsch an.

Ich sehe die Schere an. - Sie schreit fast nach mir.
Ich strecke meine Hand aus, verharre einen Moment, lasse meine Hand sinken und folge meiner Mutter.

Eine halbe Stunde lang stochere ich abwesend in meinem Essen rum...
Ich habe keinen Hunger. Außerdem bin ich eh schon fett genug.
Morgen kommen meine ganzen Verwandten...
Ich hasse sie alle.
Hoffentlich komme ich bald hier weg.
Ganz weit weg. Wo mich keiner findet.
Wo mich alle in Ruhe lassen.
Ich wünschte, er wäre hier. Mein Vater.
Er würde mich verstehen.
"Er wird nicht zurückkommen.", höre ich die Worte meiner Mutter in meinem Kopf.
"Nie wieder."...
Tränen schießen mir in die Augen.
Ich renne ins Bad, schließe die Tür ab und kauere mich auf den Boden.

Als ich aufblicke, sehe ich wie Blut an der Wand herunterfließt.
Ein einzelnes Wort steht dort: "Lilly"
Hektisch sehe ich mich um.
Als ich wieder an die Wand blicke, ist es verschwunden.
Immer diese verdammten Halluzinationen.
Ich schleppe mich in mein Zimmer, lege mich aufs Bett und lese ein Buch.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 20)

Dienstag, 4. Juni 2013

"Ent-verkacken"

Kennt ihr das, wenn ihr es verkackt habt?
Also, ich meine, so richtig verkackt?

Äquivalenztheorie...
Alles, was man verkackt, kann man auch wieder ent-verkacken.

Na, gut, mathematisch wird das nicht beweisbar sein,
besonders, weil zum ent-verkacken der Aufwand viel größer ist...

Aber mal ehrlich.
Glaubt ihr, dass man alles, was man verkackt hat, irgend wie wieder ent-verkacken kann?
Ich glaube schon, dass das geht, wenn man sich genug bemüht.

Irgendwie.
Irgendwo.
Irgendwann...

Aber das Ent-verkacken ist eine Kunst für sich.
Es gibt viele Arten des Ent-verkackens.
Man kann z.B. der Person, bei der man es verkackt hat, derbe in den Arsch kriechen, was unter Umständen ganz schön kacke sein kann.
Oder man redet sich heraus - was auch ziemlich Scheiße werden kann.
Ähnlich ist es mit dem Lügen.

Zum Ent-verkacken sollte man ein solides Fundament aufbauen und auch an diesem Fundament arbeiten.
Das Ent-verkacken ist meist ein Prozess, der Jahre oder Jahrzente dauert.

Das einzige, was man nie machen darf ist: Aufgeben.

Also, entverkackt euer Leben!

Dienstag, 30. April 2013

Ich in der Psychiatrie

Ich gebe euch einen Blick hinter die Kulissen.
Etwas, was nichts Atemberaubendes ist, aber dennoch recht interessant für den einen oder anderen sein könnte.
An dieser Stelle möchte ich euch nämlich etwas über meinen stationären Aufhalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marsberg erzählen.

Dort war ich für etwa 4 Wochen, Ende des Jahres 2010 in "Therapie".
Eine berechtigte Frage an dieser Stelle, ist, warum ich dort war.
Ganz einfach: es gab einige Leute in meinem Umfeld, die mehrere Psychiatrieaufenthalte hinter sich hatten und noch einige vor sich haben und mir ein Bild davon zu machen, was das genau bedeutet, war sehr schwierig.
Abgesehen davon befand ich mich in einer Phase meines Lebens, in der es sehr schwierig für mich war, meinen Weg zu erkennen. Ich wusste nicht wirklich, was ich wollte, etc.
Daher habe ich gehofft, dort würde ich auf Menschen treffen, die mir helfen können, mich selbst besser kennen zu lernen, meine Gedanken weiter zu entwickeln und mir Anstöße zu geben.
Kurz gesagt: ich habe mich selbst eingewiesen.

Obwohl ich dort eine "schöne Zeit" hatte, spreche ich hier von einem Misserfolg, da ein Großteil dieser Hoffnungen sehr schnell zunichte gemacht wurden. Dennoch konnte ich zumindest ein paar Erfahrungen mitnehmen.

(Uninteressant für die meisten, diesen Abschnitt besser überspringen)
Trotzdem bedanke ich mich an dieser Stelle bei folgenden Personen:
bei meiner Mutter, meinem Vater und meiner Schwester, die für mich da waren.
Bei allen Mitpatienten in dem Zeitraum, insbesondere Sandra, Rebecca, Vanessa, Martin, Jens, Tobias,  Jasmin, Miriam und den anderen.
Bei Sandra und Stefanie, die mich besucht haben.
Bei Stefan für viele Telefonate, die mir Kraft gegeben haben.
Bei Sheena, die mir immer zur Seite stand und mir einen ewig langen Brief schrieb...
Und allen anderen, die ich eventuell vergessen habe.
(Ab hier weiterlesen)

Mit meiner Bezugsbetreuerin verstand ich mich persönlich nicht besonders gut, was aufgrund der wenigen Gespräche kein großes Problem war. In diesen Gesprächen redete sie meistens bloß auf mich ein und ich habe sie ignoriert, bis die Zeit um war. Der Grund dafür war, dass ihr Verhalten im Hinblick auf Fairness und Würde gegenüber meinen Mitpatienten meiner Meinung nach nicht angebracht war.
Der für die Station zuständige Therapeut wiederholte sich immer wieder in Sitzungen und gab mir das Gefühl im Dunkeln zu tappen.
(dieses Gefühl bekomme ich komischerweise bei fast allen Menschen dieser Art - dass sie immer wieder etwas wiederholen, das für mich offensichtlich ist oder ohne sinnigen Inhalt, wahrscheinlich, weil sie sich gern reden hören...
Dieses Gefühl bekam ich bei den Gesprächen mit meinem "Studiencoach" auch, weswegen ich nach zwei 45minütigen Sprechstunden keine weitere mehr in Anspruch nahm)
Zum Teil lag das wahrscheinlich aber auch an meiner abwehrenden Haltung ihm gegenüber.

Dies liegt wahrscheinlich weniger an fehlenden Qualifikationen, sondern eher an zunehmender Abstumpfung und Überforderung.

Um das Ganze etwas kürzer zu fassen...
Kurz bevor ich in die KJP (Kinder- und Jugendpsychiatrie) kam, hat mich meine Freundin, die ich zu dem Zeitpunkt hatte nach über einem Jahr verlassen.
In der KJP hatte ich Interesse an einer Mitpatientin. - Wie das eben so ist, wenn man einige Zeit gemeinsam auf relativ kleinem Raum lebt. Darauf ließ sie sich, ebenso wenig wie ich ein. Die Gründe dafür sind nebensächlich. Eine nähere Bindung hatte ich dann noch zu einer anderen Patientin, ein wenig kuscheln, ein paar Bussis, nichts Besonderes. - Allein schon wegen den in der Klinik geltenden Regeln. Aber allgemein nichts von Bedeutung, aber hatte seinen Reiz zur Ablenkung. Nach meiner Entlassung habe ich sie noch ein mal dort besucht. Danach sahen wir uns nie wieder.

Weihnachten verbrachte ich zu Hause, was übrigens sehr schön war.
Silvester verbrachte ich mit erstgenannter Patientin gemeinsam in der Psychiatrie.

Ich habe dort mehr gezeichnet als sonst.
Größtenteils aus Langeweile
Ausblick aus meinem Zimmer...

Ausblick aus meinem Zimmerfenster (es lag Schnee)
Ich hatte ein Einzelzimmer.
Einzelzimmer sind besser. Man hat seine Ruhe, ich konnte machen was ich wollte, schlafen wann ich wollte, duschen, wann ich wollte, etc...
Allgemein habe ich mich von Anfang an sehr vorbildlich benommen, weswegen ich mir nach kurzer Zeit alles erlauben konnte, ohne mich vor den Konsequenzen fürchten zu müssen.
So ließ ich des öfteren mal meine "Pflichten" (wie Fegen oder Sonstiges) sausen, ohne dass es je jemanden interessierte oder riss kleine Witze über Mitpatienten in Anwesenheit der Betreuer, etc.

Die Schule für die Patienten war für mich wenig lehrreich, da alle Patienten einer Altersgruppe zu einer Klasse zusammengefasst wurden und sich der Bildungsstand der anderen Patienten zum allergrößten Teil unter dem meinen befand.
Eine Zeichnung aus dem Unterricht:

Frau auf der Brücke (stark verbesserungswürdig und wurde nie fertig, aber ich hatte auch keine Lust...)
Eine Woche nach Silvester wurde ich mit Absprache des behandelnden Arztes entlassen.
Die meisten von dort, bis auf Rebecca sah ich danach nie wieder. (das stimmt nicht ganz...)
Aber das ist eine andere Geschichte.

Sonntag, 28. April 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 18)

Weihnachten habe ich morgen überstanden und wie immer war meine hakennasige
Tante wieder sternhagelvoll.
Eigentlich war es ja ganz schön, aber wir waren eben nicht vollzählig. Aber scheinbar hat das niemanden gestört. Die sind bestimmt sogar froh, dass er tot ist.
Niemand sieht gerne die Traurigkeit, die Angst und die Hoffnungslosigkeit eines Depressiven, eines Verrückten... Ja, sie sind froh das er weg ist.
Und ich bin froh, wenn ich wieder hier weg bin.
Ich sehe aus den Fenster, sehe den Schnee, der die Äste des Baumes einhüllt.
Schön sieht er aus, so ganz ohne Blätter, eingefroren und nackt.
Mir kommen die Tränen..., ich habe ihn geliebt, so wie er war, still und einsam in seiner Welt versunken.

Mal wieder kommt mein Bruder ohne an zu klopfen in mein Zimmer und redet los, ohne Luft zu holen. Ich höre nicht zu, denn ich habe noch nie verstanden, was er sagt.
"Morgen bin ich wieder weg", sage ich ohne ihn anzusehen.
"Ja, ich weiß", erwidert er und geht.
Scheiß Familie, scheiß Weihnachten, scheiß Leben, denke ich und muss nun endgültig heulen.
"Kommst du zum Essen?", ruft meine Mutter aus der Küche.
"Ja, ich komme gleich", schreie ich zurück und schon während ich es rufe wird mir schlecht und ich muss ins Bad renne. Nachdem es mir wieder etwas besser geht, sehe ich in den Spiegel und erschrecke mich vor meinem eigenen Spiegelbild. Ich sehe alt aus, dabei bin ich erst 15 Jahre.
Alt und müde, müde vom Leben, müde vom Nachdenken.
Ich sehe auf dem Regal die Schere, sie glänzt und glitzert im Licht der Lampe.
Meine Hand greift nach der Schere. Ich habe keine Angst mehr, keine Gedanken, keine Tränen.
Mit aller Kraft stoße ich mir die Schere in den Bauch und plötzlich fühle ich mich frei.
Der Tod lächelt mir zu, mir wird warm und wohlig.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 19)

Donnerstag, 25. April 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 17)

Als ich die Augen aufschlage, muss ich augenblicklich kotzen.
Ich drehe mich und würge. Mein Magen ist leer und ich erbreche nur eine ekelige Flüssigkeit.
Ich habe fürchterliche Bauchschmerzen... Kommt sicher vom ständigen Kotzen.
Mein Bruder sitzt am Ende des Bettes und sieht mich besorgt an.
"Was guckst du so scheiße?", mecker ich ihn an.
Er steht auf und verlässt das Zimmer.

Ich zwinge mich dazu, mich aufzusetzen.
Auf wackeligen Beinen gehe ich ins Bad um Putzzeug zu holen.
Als ich mit dem Eimer und dem Wischmop in der Hand wieder in mein Zimmer komme, ist meine Mutter bereits dabei sauber zu machen.
"Aber Mama!..."
"Du wirst doch jetzt nicht auch noch krank oder, Liebes?"
Sie schaut zu mir auf.
"Ich denke, ich habe bloß was Falsches gegessen. Den Fraß in dem Scheißverein da kann man ja kaum ertragen."
Sie schüttelt leicht den Kopf und reinigt weiter den Boden.
Ich gehe wieder Richtung Bad, um mich zu waschen...

"Wir feiern mit der ganzen Familie oder gar nicht.", sagte sie immer.
Deshalb muss ich nicht nur meinen Bruder und meine Mutter ertragen, sondern auch noch meine bescheuerten Großeltern und meine Tante mit der Hakennase.

"Wir sind doch eh keine richtige Familie!", schreie ich durch den ganzen Flur.
Keine Reaktion.

Scheiß Weihnachten.

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 18)

Mittwoch, 24. April 2013

Wartezimmertrauma

Neulich war ich beim Arzt und habe auch mal alle Vorsorgeuntersuchungen über mich ergehen lassen.Was es da nicht alles so gibt! 
Lungenfunktionstest ,für einen Raucher eine super Sache...Großes Blutbild,mir persönlich hätte das kleine auch gereicht, EKG und noch einige andere Sachen ,an denen der Arzt so richtig gut verdient.
Aber das Beste von allem kam dann zum Schluss. Die Darmspiegelung!
Naja, hab ich so gedacht, wenn sogar Prominente ihre Freundin als Date Ersatz dazu einladen, dann kann das ja nicht so schlimm sein. Hat überings mein Hausarzt auch gesagt, gar nicht schlimm, alles ganz easy.
Also hin zum Termin um 11 Uhr am frühen Vormittag.
Gefühlte zwei Stunden sitze ich im Wartezimmer, bis mein Name aufgerufen wird. Zuerst gibt mir eine seltsam aussehende Sprechstundenhilfe, einen Becher mit einer dicken weißen Flüssigkeit.
Mit einer angsteinflößenden tiefen Stimme befiehlt sie: Austrinken!
Ohne mir was dabei zu denken, trinke ich das Zeug und schon fünf Minuten später gleitet mein Blick durch den Raum. Mein einzigster Gedanke ist jetzt, wo ist das verdammte Klo?
Schnell haste ich an der Frau im weißen Kittel vorbei und stehe vor einer verschlossenen Toilettentür. Nach einem kurzem Klopfen dröhnt mir ein "Gleich!!!", entgegen und ich versuche ganz locker auszusehen.

Nach ca. zehn Minuten frage ich nach einer anderen Toilette und die Sprechstundenhilfe sieht mich gennervt an und sagt nur, zwei Stock höher. Unfähig mich noch einen Schritt zu bewegen, stehe ich da und glotze sie an. "Sonst noch was?", fragt sie. Mir fällt echt nichts mehr ein, und ich schleiche, stocksteif, auf mein Innerstes konzentriert, wieder zu der verschlossenen Klotür.
Irgendwann, so eine gefühlte Stunde später, geht die Tür auf und ein kreidebleicher Mann steht vor mir und sieht mich mitfühlend an. Ich reiße ihm die Türklinke aus der Hand und schon sitze ich mit einem lautem Knall auf der Kloschüssel. Noch nie im Leben hatte ich so ein Glücksgefühl. Eine Zeit lang sitze ich so auf dem Klo, da höre ich eine Lautsprecherstimme meinen Namen aufrufen.
Ach ja, ich habe ja einen Termin, fällt mir gerade noch ein und hastig suche ich nach dem Klopapier. Nichts, Nadda, Nothing, alles weg.
Langsam werde ich panisch und suche in meinen Hosentaschen nach einem Taschentuch. Nichts, immer habe ich welche in der Hosentasche, die dann die Waschmaschine vollfusseln, nur heute nicht. Wieder höre ich meinen Namen und ich überlege hektisch was ich tun soll. Meine Socken, ja, das könnte gehen. Die brauche ich ja jetzt eh nicht, ist ja nicht kalt.Gesagt, oder besser gedacht, getan.

Ich stürze aus der Klotür in das Wartezimmer und die Frau im weißem Kittel sagt: wir haben gerade jemanden vorgezogen, weil wir dachten, sie wären schon gegangen. Aber sie kommen dann als nächster dran. Okay,sage ich und gehe zurück auf meinen Stuhl. Neben mir steht eine Pumpkanne Kaffee und ein Teller mit  Keksen.
Ohne mir etwas dabei zu denken ,esse ich einen Keks nach dem anderen, ich habe ja heute noch nichts essen dürfen. Gerade, als ich den letzten Keks zum Mund führe, stürzt die Frau im weißem Kittel auf mich zu und fragt mit angsteinflößender Stimme: sie haben doch nicht etwa die Kekse gegessen und Kaffee getrunken? "Doch?", sage ich verunsichert und schon rennt sie los, um kurz darauf mit einem Plastikbecher wieder zu erscheinen.
Zum zweiten mal befiehlt sie: Austrinken!!
Alles fängt wieder von vorne an und Socken hab' ich auch nicht mehr.
So unauffällig wie möglich schaue ich mir die anderen Leute an und überlege, ob mir wohl jemand ein paar Socken ausleiht.
Vorsorgeuntersuchungen sind nicht schlimm, nur das was davor passiert, kann manchmal zum Alptraum werden. Aber nur wenn man nicht auf alles vorbereitet ist.

Samstag, 13. April 2013

Rieselndes Wasser

Manchmal werde ich von Familien, Freunden oder Bekannten gefragt, warum ich 1-2 Stunden dusche oder bade.

Die Erklärung hierzu ist ganz einfach: Weil ich mich nirgends so wohl fühle wie dort.
Als Hintergrundinformation muss ich hinzufügen, dass ich sehr empfindliche Ohren habe.
Stehe ich unter der Dusche, ist da nichts mehr außer das Plätschern des Wassers und meine Gedanken.
Wenn ich in der Badewanne mit dem Kopf unter Wasser bin, höre ich meinen Herzschlag so deutlich wie sonst nie, das Wasser umschließt mich komplett und ich fühle mich geborgen.
Ich kann mich entspannen und fallen lassen.
Meine einzige Rückzugsmöglichkeit, bei der ich mich "wirklich" regenerieren kann.

Und das kann mir niemand nehmen.

Gedankensystem Teil 11 - Selbstmanipulation und Depressionen

Mit eigenen, großen Bemühungen, Beobachtung und Hilfe von Leuten, die sich gemeinsam mit mir ausgiebig mit diesem Thema "Selbstmanipulation" beschäftigt haben, konnte ich eine direkte Verbindung zu dadurch ausgelösten psychischen Problemen wie Depressionen und anderen Symptomen herstellen.

Klären wir zuerst, was Selbstmanipulation genau ist.
Hierzu empfehle ich ihnen Kapitel 9, da es sich mit Ignoranz und Gleichgültigkeit beschäftigt, was auch Arten der Selbstmanipulation sind.
Ich habe ebenfalls bereits viel über paradigmenbehaftetes Denken geschrieben, worauf ich hier teilweise verweisen werde.

Selbstmanipulation ist das Schaffen einer eigenen Wahrheit, einer Welt, die von der "Realität" abweicht.
Dies geschieht oft unbewusst, um sich selbst vor psychischem Schaden, insbesondere bei Traumata zu schützen.
Verdrängung ist ebenfalls eine Form der Selbstmanipulation.
Die meisten "Verarbeitungsmethoden" von Problemen beruhen darauf.

Das Problem an der Selbstmanipulation ist, dass die neue Sichtweise, die man sich erschafft, durch beispielsweise Verdrängung von Tatsachen (z.B. im Bezug auf Liebe) oder bewusstes Ignorieren der Realität irgendwann nicht mehr von der ursprünglichen "Welt" unterschieden werden kann.
In dem Fall gehen die Informationen meist einfach "verloren", beziehungsweise sie werden an einen Ort verlagert, wo sie nicht zugänglich sind - meist im Unterbewusstsein.

Das Unterbewusstsein macht weitaus mehr des Gesamtbewusstseins aus als das aktive Bewusstsein - also unser Denken.
Somit "verschwinden" also Tatsachen an einen Ort, an dem sie nicht mehr zugänglich sind.
Dennoch sind die, betont Tatsachen vorhanden. Nur nicht im eigenen Paradigma.
Was bedeutet, das Unterbewusstsein gibt aktiv Impulse an das Bewusstsein, die zur "Problemlösung" beitragen sollen.
Im Bewusstsein sind diese Probleme aber längst nicht mehr vorhanden und können auch nicht abgerufen werden.
Bedeutet, man sucht die Ursache der Symptome, aber diese Ursache entziehen wir uns aktiv selbst.

So entstehen Gefühle und Reaktionen ohne in irgendeiner Weise sichtbaren Ursachen.
Die mir bekannten Symptome reichen von Depressionen über Verwirrtheit nach Teilnahmslosigkeit, Persönlichkeitsstörungen im Allgemeinen, bis hin zu multipler Persönlichkeitsstörung durch Spaltung der Paradigmen in Ebenen, extremen Entscheidungsschwierigkeiten, Selbsthass, dem Verlust der Fähigkeit, in irgendeiner Weise Situationen zu analysieren und Probleme zu beseitigen.

Psychologen setzen oft mit Medikamenten an diesen Symptomen an und versuchen dann, eine Ursache für diese Symptome zu finden. Oft scheitern sie genau hier, denn der Patient ist nicht in der Lage, diese irgendwie selbst zu erkennen und der Therapeut ist nicht in der Lage, ohne diese Informationen dem Patient Anregungen zu geben, sich selbst zu helfen.

Die Lösung dieses wirklich prägnanten Problems ist schwierig:
Man muss selbst, am besten in begleitender Therapie herausfinden, in welchen Punkten und inwiefern man sich selbst manipuliert.
Hat man das herausgefunden, muss man genau dort ansetzen und sich die Wahrheit eingestehen, was wirklich das Schwierigste an dem Ganzen ist.
Nur auf diese Weise kann man sich aus seinem eigenen, selbstgeschaffenen Gefängnis befreien.

Denn wenn man nichts dagegen unternimmt, neigt man dazu, sich immer mehr in diese eigene Welt zu verlieren.

Freitag, 12. April 2013

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 16)

Alles ist noch genauso wie es war, bevor sie mich weggeschickt haben.
Die Poster, das Regal, meine Spieluhr, die mein Vater selbst gebastelt hat, einfach alles, außer...
Das Fenster, das Fenster mit Ausblick in den Garten. Mit Ausblick auf den Baum, der zu dieser Jahreszeit keine Blätter hat, damals hatte er viele rote Blätter.
Hübsch haben sie es gemacht. Mit Blumen, einer neuen Gardine, aber den Ausblick konnten sie nicht verändern.
Ich sehe in den Garten und wundere mich, das ich mich nicht mehr erinnern kann wie schön es hier war. Damals, als alles noch schön war. Als wir noch eine Familie waren. Als mein Vater noch normal war. Als kleines Mädchen habe ich immer auf seinem Schoss gesessen und ihm meine "Kleinmädchensorgen" erzählt und er hat zugehört und weiter aus dem Fenster gesehen, nichts gesagt, nur zugehört. Dachte ich damals, bis ich erfuhr, dass er schwer depressiv und er in seiner eigenen dunklen Welt gefangen war.

Ein lautes Krachen reißt mich aus meinen Gedanken. Mein Bruder kommt ohne Anklopfen in mein Zimmer und grinst mich bescheuert an.
"Was willst du?", schreie ich ihn an.
"Wir wollen den Baum schmücken, kommst du?", fragt er und sieht mich fragend an.
"Ich komme gleich.", sage ich, aber nur um ihn wieder loszuwerden.
Ich sehe wieder aus dem Fenster, starre den Baum an und plötzlich sehe ich einen Schatten. Sehe ich wirklich etwas oder werde ich jetzt endgültig bescheuert?

Es wird schon dunkel und ich reibe mir die Augen bis sie weh tun.
Nochmal wage ich einen Blick in den Garten und was ich jetzt sehe, macht mir solche Angst, dass mir augenblicklich die Luft weg bleibt. Mein Herzschlag rauscht in meinen Ohren, meine Hände zittern und ich schreie so laut, wie noch nie zu vor in meinem ganzen Leben.
Meine Angst ist so groß, sie erfüllt den gesamten Raum und das Zimmer beginnt sich um mich herum zu drehen.
Die Ohnmacht erlöst mich von dieser furchtbaren Angst, ich bin frei...

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel17)

Dienstag, 9. April 2013

Psychologen sind Idioten?! (Kapitel 15)

"Schon wieder so eine Scheiße...", murmel ich zähneknirschend in mich hinein.
Mir ist noch ganz schlecht.
Ich gehe so schnell wie ich kann, ohne dass es wirklich auffällt zu dem Päckchen.
So fest wie ich kann, trampel ich darauf herum.
"Sag mal, bist du irgendwie ein bisschen bescheuert oder so?", fragt mich der blonde Junge.
Er ist mein großer Bruder - Dennis...

Der Engel schlechthin. Mamas Liebling.
Der, der immer alles mit Links schafft - und das hat nichts damit zu tun, dass er Linkshänder ist.
Sein Abitur hat er mit 1,2 abgeschlossen. Streber.
Keine Ahnung was er jetzt macht. Hat mich auch nie wirklich interessiert, was die Dumpfbacke macht. Er versteht mich nicht.

Ich sehe ihn an.
"Du bist der, der bescheuert ist!"
Verwirrt blickt er mich an. "Kleines, was haben sie dir in der Klapse angetan? Wurde dir der Rest von der zu nichts zu gebrauchenden Brühe auch noch aus deinem Kopf entfernt?"
Ich hole aus, um ihn zu schlagen, aber er hält meine Hand fest und lacht.
"Du bist echt behindert, Junge.", fauche ich ihn an, reiße mich los und gehe ins Haus.
"Sagt die Gestörte zum Genie.", ruft er mir hinterher.

Ich werde fast erschlagen von diesem Geruch, als ich durch die Tür komme.
Sofort halte ich mir die Nase zu.
Ist ja nicht so, als wäre ich schon schlecht gelaunt genug.
"Was ist das?!"
Weihrauch. Mama hat vor Kurzem wieder die ganze Bude ausgeräuchert.
Bestimmt extra, weil sie wusste, dass ich komme.
Von wegen "das schlechte Karma vertreiben" und so ein Schwachsinn.
Vielleicht liegt das in der Familie, dass alle ein bisschen bescheuert sind.
Komisch, dass ich normal im Kopf bin.

Es ist recht düster in der gesamten Wohnung. Das liegt möglicherweise daran, dass es draußen schon dämmert und die Energiesparlampen nicht besonders hell leuchten. Bei diesen scheiß Lampen habe ich immer den Eindruck, als würde der Raum noch dunkler, wenn man sie einschaltet.
Das gibt der Umgebung immer diesen zwielichtigen Touch.
Ich fühle mich sofort wohler als in der Psychatrie, wo alles weiß und ausgeleuchtet ist.
Aber irgendetwas bedrückt mich hier. - Das ist mir früher nie aufgefallen.
Ein beklemmendes Gefühl.

Ich drücke die Türklinke zu "meinem" Zimmer herunter.
Als ich langsam die Tür aufdrücke und das Innere erblicke, muss ich, trotz bereits leerem Magen, wieder fast kotzen...

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 16)

Samstag, 6. April 2013

Kummerkasten repariert

Aufgrund eines mir nicht aufgefallenen, nicht identifizierbaren Fehler seitens der Betreiber, die das Kontaktformular für den Kummerkasten zur Verfügung gestellt hat, war der Kummerkasten für einige Tage nicht erreichbar.

Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass wir das Kontaktformular ausgetauscht haben und jetzt wieder alles funktioniert!

Liebe Grüße, SimSim x3

Dienstag, 2. April 2013

Insektenaugen

Wie soll ich schlafen,
im Dunkeln,
wenn die Gedanken
geflogen kommen,
wie Motten,
riesig,
mit Insektenaugen?
Wenn die Dunkelheit so groß ist?
Und du niemanden wecken kannst?

Psychologen sind Idioten?! (Kapitel 14)

"Da wir ja endlich vollzählig sind, kannst du ja anfangen, Lilly.", sagt Johannes und sieht mich erwartungsvoll an.
Wieso ich? schon wieder? denke ich und verdrehe die Augen.
"Okay, was soll ich denn erzählen?", frage ich leise.
"Du fährst doch morgen nach Hause. Fühlst du dich gut, wenn du daran denkst?"
"Geht so..."
"Etwas ausführlicher geht es nicht?"
"Nein!", schreie ich ihn an und sofort tut es mir schon wieder leid, aber jetzt ist es zu spät.
Ich stehe auf und ohne mich nochmal umzusehen, renne ich in mein Zimmer.
Mein Zimmer? Seltsam, dass ich das denke, eigentlich habe ich schon lange kein eigenes Zimmer mehr...

Die Nacht war lang, gleich werde ich abgeholt, irgendwie habe ich Angst.
Jemand klopft an meine Tür, ich nehme meine Tasche und schon stehe ich meiner Mutter gegenüber.
"Sollen wir sofort fahren?", fragt sie mich, aber nicht mal diese simple Frage verstehe ich wirklich.
"Was, wieso denn nicht? Was hast du denn noch vor?"
"Okay, dann los."
Ungefähr 20 Minuten dauert die Fahrt und das Schweigen im Auto tut fast schon weh.
Dieses Schweigen. Als würde es schreien: Wir haben uns nichts zu sagen!

Eine gefühlte Ewigkeit später hält das Auto an und ich sehe mir das Haus, in dem ich so lange gewohnt habe, an.
Es erscheint mir so groß, kalt und irgendwie fremd.
Plötzlich geht die Haustür auf und in der Tür steht ein grosser blonder Junge.
Den hatte ich ja schon fast wieder verdrängt. Diesen Idioten gibt es ja auch noch.
"Hallo.", sagt er und ich weiss nicht, ob mir von der Fahrt so schlecht ist..., aber augenblicklich muss ich kotzen.
Nach einer halben Ewigkeit Rumgekotze, sehe ich es.
Es steht genau neben der Haustür.

Das Päckchen mit meinem Namen drauf.
Auf dem Päckchen steht: "von Florian".

Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 15)

Montag, 1. April 2013

Psychologen sind Idioten?! ( Kapitel 13 )

Wie gebannt starre ich aus dem Fenster.
Es klopft an der Tür.
Ich schrecke auf und sehe mich um, schaue wieder aus dem Fenster.
Er hängt dort immer noch.
Langsam öffnet sich die Tür und jemand tritt ein.
"Lilly...", flüstert Daniela, eine Mitpatientin, meinen Namen.
Ich höre es, ignoriere es aber.
Sie berührt mich an der Schulter.
"Lilly!"
"Was ist denn?!", raune ich sie an.
Sie späht aus dem Fenster und versucht zu erkennen, wonach ich Ausschau hielt.
Eine Sekunde später steht sie vor mir und ich sehe in ihr Gesicht.
"I-i-ich..."
"Hör auf mit dem Gestotter und sag mir, was du willst!"
"M-m-echthild hat gesagt, ich so-soll dich zur A-a-abendbesprechung holen, weil du nicht kommst."

Das hatte ich ganz vergessen...
Wieder dieses dumme Gelaber.
Jeden Tag das Selbe.
Jeder erzählt, was er den Tag so gemacht hat und wie es ihm geht, bla bla bla.
Wenn es einem scheiße geht, heißt es: "Willst du drüber reden?", sagt man "Nein." ist das auch in Ordnung.
Ich verstehe zwar nicht, wozu das gut sein soll, aber egal.

Ich höre, wie die Tür hinter mir zufällt.
Daniela ist längst gegangen.
Sie ist... unheimlich. Sagt kaum was, schminkt sich wie eine Gothic-Tussi...
Aber sie wirkt harmlos. Auch, wenn irgendetwas an ihr mein Interesse weckt.

Was viel wichtiger ist: ich muss endlich meine Anfälle unter Kontrolle bekommen. Und zwar ohne Medikamente. Keiner darf merken, dass ich sie nicht nehme.
Morgen geht's zu Mama...
Dann sehe ich meinen Bruder.
Er ist ein Idiot.
Langsam stapfe ich den Gang entlang zu der Couch, wo die gesamte Gruppe wartet.

Sie gaffen...


Weiterlesen? => Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 14)

Zitat oder nicht Zitat?!

Und es werden kommen, jene Zeiten,
wo Äußerlichkeiten nichtig werden
und Freunde erkennt man nur
noch an deren Stimmen
hoffentlich sind diese in den Gemütern
und Gedanken gut genug eingeprägt,
damit man deren Worte versteht.

Freitag, 22. März 2013

Gedankensystem wird bearbeitet

Ich habe mein Gedankensystem ein mal neu reingestellt, was damit zu tun hatte, dass es unübersichtlich wurde, da alles in einem einzigen Post war.

Ich werde mir mal Zeit nehmen, die Reihenfolge, die Einleitungen und eventuell den Inhalt in Sache Formulierung und möglicherweise auch den fachlichen Inhalt zu überdenken und aufzuarbeiten.

Danach mache ich mich, während ich weiter an "Psychologen sind Idioten ?!" arbeite, wieder daran das Gedankensystem fortzuführen.

Liebe Grüße, SimSim x3.

Gedankensystem Teil 10 - Suchen, Analysieren, Beseitigen. Probleme lösen - aber wie?

Indirekte Fortsetzung zu: Probleme im Reallife in nur 2 Tagen beheben.

Alles schön und gut.
Aber wie schaffe ich das WIRKLICH?

Probleme löst man durch Entscheidungen.

Aber das Allerwichtigste ist Konsequenz.
Eine Entscheidung zu treffen ist einfach, eine dauerhafte Änderung kann ich aber nur durch Konsequenz bewirken.

Es gibt kein moralisches Richtig oder Falsch, nur Entscheidungen und Folgen.
Ein "Richtig" und "Falsch" im Rahmen von Moral würde zu Entscheidungen im Normbereich unserer Gesellschaft führen.

Unsere Gesellschaft ist geprägt von Manipulation und Ignoranz.
Bedeutet, wir wollen uns nicht für das "Richtige" entscheiden, sondern eine optimale Entscheidung treffen, also die Entscheidung mit den gewünschten Folgen.

Tritt ein Problem auf, ist die Ursache meist unterschwellig, aber der Auslöser sehr präsent.
Bedeutet, zuerst muss man versuchen, über den Auslöser hinwegzusehen und die Ursache herauszufinden.

Praktisches Beispiel:
Jeder kennt solche Personen:
Erst schweigend alles hinnehmen, aber geht es auf eine Streitsituation hinaus, wird alles, was sich Ewigkeiten angestaut hat, verwendet, um das Gegenüber zu überrennen.
Besonders oft kommt so was bei Beziehungen vor.

Der Streit ist der Auslöser des Problems. - das kann jede Kleinigkeit sein, ein Fettnäpfchen oder Ähnliches.
Der Auslöser steht bei einem Streit meist im Vordergrund, jedoch nicht das Problem selbst.

Aber was ist das Problem?
Dafür muss man tiefer graben.

Sich selbst kritisch hinterfragen ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg.
Mindestens genauso wichtig ist, sich darüber bewusst zu sein, was man erreichen will und noch viel wichtiger: Was bewirke ich mit meiner Entscheidung?

Wenn man sich vorher keine Gedanken darüber gemacht hat, was für Folgen eine Entscheidung hat, ist nahezu jede Entscheidung eine Fehlentscheidung.
Das "Ziel" muss nicht dafür definiert sein.
Wenn man alle Optionen, die in Betracht stehen, durchdacht hat und sich über die Folgen bewusst ist, kann man sich für die Option entscheiden, die einem am meisten zusagt.

Wichtig bei der Wahl der Option sollte sein:
Entscheide ich akut oder langfristig?

Es gibt Situationen, die akut sind, beispielsweise: man hat einen wichtigen Termin, sieht aber während der Autofahrt am Rand jemanden mit einer Panne.
Optionen: Weiterfahren oder Anhalten.
Bei akuten Entscheidungen muss man extrem schnell handeln, weswegen diese Entscheidungen meist zu weniger optimalen Entscheidungen führen.
Diese Entscheidungen beziehen sich nur auf kurze Zeiträume, können aber dennoch sehr wichtig sein. Daher ist es umso schwieriger, hier die optimale Entscheidung zu treffen.
Man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Bedeutet, ich muss mich fragen: "Was passiert schlimmstenfalls und kann ich damit leben?"

Langfristige Entscheidungen haben andere Eigenschaften.
Dies sind meist die "wichtigen" Entscheidungen unseres Lebens.
"Kaufe ich mir das Haus?"
"Gehe ich diese Beziehung ein?"
"Unterschreibe ich diesen Vertrag?"

Dies sind Entscheidungen, die offensichtlich sehr langfristige Folgen nach sich ziehen und bei denen man in der Regel nicht spontan entscheiden muss.

Um die optimale Entscheidung zu treffen sollte man sich Zeit lassen.
Ich muss mich bei solchen Entscheidungen fragen: "Hat diese Option eine Zukunft?" und "Was wird sich an meinem Leben verändern und will ich das?"

Wenn ich dann eine Entscheidung getroffen habe und mir sicher bin, dass es die optimale Entscheidung ist, ist es außerordentlich wichtig, dies konsequent durchzuziehen.

Entscheide ich mich, meine Frau nicht mehr zu betrügen, mache es aber 2 Wochen später trotzdem wieder, ist das eher weniger optimal und verschlechtert zunehmend das eigene Karma.
Mit Karma ist gemeint, dass man allgemein weniger Wert auf sein eigenes Wort legt und auch in Zukunft eher dazu neigen wird, sich selbst aufgestellte Regeln zu brechen.

Man sollte jedoch davon absehen, weiter an der Entscheidung festzuhalten, wenn man merkt, dass sich diese als nicht optimal herausgestellt hat.
Das bedeutet, man muss sich ständig fragen: Was hat meine Entscheidung für Konsequenzen und will ich das?

Achtung: Wenn du vorher zu einer sehr inkonsequenten Lebensweise tendiert hast, wirst du sehr große Probleme mit dieser Methode bekommen, was sich z.B. durch häufiges Ändern der Entscheidungen und extremer Ausführung äußert. In dem Fall rate ich von allem Obenstehenden ab!

Lesetipp: Die 10 Gebote

Gedankensystem Teil 9 - Ignoranz und Gleichgültigkeit

Ignoranz und Gleichgültigkeit haben wenig miteinander zu tun, aber haben einen ähnlichen Effekt und ähnliche Merkmale.
Viele behaupten immer, Liebe wäre das Gegenteil von Hass, das ist es aber nicht.
Das Gegenteil von jedem Gefühl ist die Gleichgültigkeit.
Da Liebe und Hass sehr starke Gefühle sind, ist das Gegenteil auch eine entsprechende Gleichgültigkeit.
Gleichgültigkeit bedeutet, dass man etwas kennt, sich dessen bewusst ist, es einen aber schlicht nicht berührt oder interessiert.
Also, rein gar nicht.
Beispiel: Der Exfreund hat eine Neue, aber es ist mir egal.
Ignoranz ist das wissentliche Unterdrücken von Wissen, Gefühlen, etc.
Wenn man eine Gleichgültigkeit erzwingen will, führt dies oft zu Ignoranz.
Beispiel: Der Exfreund hat eine Neue, aber es ist mir nur egal, weil ich will, dass es mir egal ist, obwohl es mich eigentlich interessiert.
Warum entsteht willentliches unterdrücken von Wissen oder Gefühlen?
Ganz einfach: Weil die Wahrheit zu schmerzhaft und zu aufwändig ist.

Beispielgeschichte:

Peter und Stefanie unterhalten sich.
Stefanie beschwert sich ausgiebig über ihren Französisch-Lehrer, Herr Beispiel.
Peter: "Du hast es dir doch ausgesucht, oder nicht?"
Stefanie: "Ach was… Ich habe mir ausgesucht, mein Abitur zu machen, aber nicht Herr Beispiel!"
Peter: "Wenn es dich so sehr stört, warum hast du nicht den Kurs gewechselt. Oder gleich die Schule?
Im Grunde genommen hast du es selbst zu verantworten."
Stefanie: "Das alles nur um dem aus dem Weg zu gehen? Dann lieber das kleinere Übel in Kauf nehmen!"
Peter: "Siehst du? Also willst du bei ihm Französischunterricht haben."

Stefanie: "Schwarz-Weiß-Denken hat noch niemandem geholfen."
Peter: "Ich halte es nicht für Schwarz-Weiß-Denken."
Stefanie: "Was ist es dann?" 

Peter: "Verhaltensbeurteilung. - Du triffst in deinem Einflussbereich - du könntest ebenso den Kurs oder die Schule wechseln - die Entscheidung, bei Herr Beispiel Französischunterricht zu nehmen, um deine Interessen zu verwirklichen - dein Abitur -, dabei ist es dir zu schwierig, dir eine Alternative zu suchen und deswegen willst du bei Herr Beispiel Französisch lernen. Du könntest es ändern, willst du aber nicht. "
Stefanie: "Es ist mir nicht zu schwierig eine Alternative zu suchen, die Alternative erscheint mir als schlechtere Wahl. Ob ich Unterricht bei ihm will oder nicht, beeinflusst das doch nicht."
Peter: "Aber du willst die - in deinen Augen -'gute Wahl'. Also willst du den Unterricht bei Herr Beispiel."


Es ist wohl nicht zu übersehen, dass Stefanie wissentlich die Aussagen von Peter darüber, sie könne doch entscheiden, ignoriert.
Denn es ist einfacher, seine Probleme von der gegebenen Umgebung abhängig zu machen, als sich selbst darüber Gedanken zu machen.
Ich wurde gefragt, ob man sich Gleichgültigkeit beibringen kann - natürlich kann man das.
Das ist sogar recht einfach. Aber sollte man sich nicht Fragen, ob das wirklich Sinn und Zweck der Sache ist?
Wer interessiert sich noch für mich, wer hört mir noch zu, wenn mir für andere Menschen wichtige Dinge egal sind?
Natürlich gibt es Dinge, die uns gleichgültig sind, auch wenn wir das nicht zeigen.
Aber Ignoranz zeugt von Starrheit und Beschränktheit.
Sich selbst zu beschränken halte ich für einen großen Fehler.
Eine eigene, wirklich eigene Meinung ist eins der Wichtigsten Dinge in unserer heutigen Gesellschaft.
Nimmt man sich selbst die Freiheit zu denken, verfährt man sich in den eigenen, alten Denkschemen oder andere übernehmen das Denken für einen.

Zurück zur eigentlichen Frage - wie bringe ich mir das bei, ignorant und gleichgültig zu sein?
Ganz einfach: Man redet sich einfach so lange ein, dass etwas so ist, wie man es haben möchte, bis man selbst daran glaubt.
Das funktioniert sehr gut und nicht nur im Bezug auf dieses Thema.
So erschafft man sich seine eigene "heile Welt".
Irgendwann verwischen sich die Begriffe der Ignoranz und Gleichgültigkeit ineinander.
Wenn man bloß so ignorant ist, dass man seine eigene Ignoranz weder sieht, noch etwas davon wissen will, wird man "pseudogleichgültig". - Man denkt selbst, es wäre einem egal und tief in einem brodelt es, ohne, dass man es überhaupt merkt.
Dies ist auf Dauer eine sehr starke Belastung für unseren Körper und unsere Psyche.
Mit diesem Wissen mag nun jeder tun und lassen, was er möchte.
Aber denkt bitte vorher darüber nach, was ihr erreichen wollt.

Gedankensystem Teil 8 - Der Weg in die endlosen Depressionen

Als erstes die Frage: Wie entstehen Depressionen?
Dafür muss man aber überhaupt erst einmal begriffen haben, was Depressionen sind:
(Wikipedia) "Depressiv [...] bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit."
Man ist depressiv, wenn man sich niedergeschlagen fühlt, keine Kraft hat, sich leer fühlt, keine Lust mehr hat auf alles.
Wenn man nichts mehr sehen will, wenn man sich einfach die Decke über den Kopf ziehen will und nie wieder herauskommen möchte.
Wenn man dieses unendliche Gefühl der Leere empfindet.
Man ist ständig müde und fühlt sich zu Nichts im Stande.
Körperlich sind starke Gewichtsänderungen bzw. Gewichtsschwankungen, Schlaflosigkeit, Schmerzen und Appetitlosigkeit keine Seltenheit.

Um nun zu verstehen, wie es zu Depressionen kommt, müssen wir den menschlichen Körper verstehen.
Im Idealfall hat man zwei ausgeglichene Phasen: die Sympathikotonie (die aktive Phase) und die Vagotonie (die Erholungsphase).
In der Regel hält der Körper sich selbst im Gleichgewicht, dadurch entstehen die normalen Bedürfnisse nach Nahrung, Schlaf, usw.
Angenommen, ein normales, junges Mädchen vielleicht 16 Jahre alt, hat Probleme in der Schule.
Sie war krank und hat wichtigen Unterrichtsstoff verpasst. Ebenfalls hat sie es nicht geschafft, den Stoff nachzuarbeiten. (Meistens liegt das daran, dass man einfach keine Lust dazu hat, weil man die Wichtigkeit nicht sieht)
Sie schreibt schlechtere Noten, woraufhin alle auf sie einreden, wie wichtig die Schule und die Noten für ihr Leben und ihre Zukunft ist.
In dem Moment gerät der menschliche Körper in eine Art "Notzustand".
Man fühlt sich in seiner Existenz bedroht, da man auf biologischer Ebene Furcht davor hat, keine überlebenswichtigen Substanzen zu sich nehmen zu können, kein zu Hause zu haben.
Umgehend wird die sympathikotone Phase aktiviert, denn das Problem muss so schnell wie möglich gelöst werden.
Die körperlichen Leistungen steigen rasant, was aber den Körper auszehrt.
Löst sich das Problem nicht, indem man aktiv daran arbeitet oder eben anders, ist der Körper irgendwann am Ende all seiner Kräfte. Streng genommen könnte man hier auch von einem Burn-Out sprechen, auch, wenn gar keine sichtbaren Leistungen erbracht wurden.
Dies ist eine gefährliche Situation, denn man wird von außen immer weiter dazu angetrieben, diesen sympathikotonen Zustand beizubehalten, was auf kurz oder lang zu starken körperlichen und psychischen Problemen führen kann. In schlimmen Fällen sogar zum Tod.
Das "Problem" löst sich jedoch, sobald der Druck verschwindet, weil die Außenstehenden sich mit der Situation abfinden, man einen anderen Ausweg findet (z.B. wenn genug Zeit vergangen ist, damit man volljährig ist und sich von diesen Personen distanzieren kann), wobei dieser Weg selten zum Tragen kommt, da man meist schon lange nicht mehr genug Kraft hat, sich selbst zu helfen, oder wenn das Problem sich dadurch löst, dass es einem selbst egal wird.

Besonders schlimm ist dies, wenn sich sehr viele Probleme gehäuft haben und die sympathikotone Phase schon sehr lange angehalten hat.
Denn sobald die Probleme "verschwinden", verdrängt werden oder sonst wie beseitigt sind, kommt man in die vagotone Phase. Die Erholungsphase mit den beschriebenen Symptomen der Depression.
Man muss erkennen, dass diese Phase erst eintritt, nachdem die Probleme gelöst sind.
Der Übergang von der aktiven Phase in die Erholungsphase kann fließend sein oder schlagartig kommen.
Aber umso länger die aktive Phase ist, umso länger ist die Erholungsphase.
Und hier kommen wir zum Problem:
Außenstehende und wahrscheinlich sogar man selbst werten diese "Erholungsphase" als negativ, da in dieser Phase die Leistungen einen Tiefpunkt erreichen.
Das führt dazu, dass man versucht, aus der erforderlichen Erholungsphase in die Sympathikotonie zu kommen.
Das schafft man in der Regel auch. Aber da der Körper sich nicht regenerieren konnte, schreitet die Auszehrung aller Kräfte an dieser Stelle fort.
Man erkennt keinen Leistungszuwachs, aber der Zustand verschlechtert sich zunehmend.
An dieser Stelle verfällt man dann in der Regel in eine Schleife, in der der Körper versucht, sich selbst zu regulieren aber die selbst erschaffenen Umstände das einfach nicht zulassen.
Somit wird sich der Zustand nie verbessern.
Noch verschlimmern tut er sich durch Medikamente.
Die meisten Antidepressiva wirken stark sympathikoton, was bedeutet, sie reißen einen schlagartig aus der Erholungsphase, was natürlich kaum positive Auswirkungen haben kann - jedenfalls nicht lange. Daher müssen die Mengen der eingenommenen Medikamente auch meist kontinuierlich erhöht werden. Man wird krank. Wird die Menge nicht erhöht, ist nach einiger Zeit kaum noch eine Wirkung wahrnembar. Nebenwirkungen von allerlei Medikamenten wie Verzerrung der Wahrnehmung lassen wir hier mal außen vor.
Am schlimmsten ist es, wenn diese Medikamente zwangszugeführt werden, da dies wieder ein neues, wirklich großes Problem darstellt, da man das Gefühl hat, nicht über seinen eigenen Körper bestimmen zu können und das führt zu einer noch größeren Verstärkung der künstlichen Sympathikotonie.
Setzt man dann die Medikamente selbst von einem Tag auf den anderen ab, kommt eine abrupte, große Wende in die Vagotonie.
Dies deutet man als erneute Verschlechterung des Zustands.
Und das ganze Spiel geht von vorne los.

Man muss außerdem bedenken: Steht man unter Medikamenteinfluss ist keine wirkliche Pro-aktive Entscheidung mehr möglich, da diese das Denken und die Wahrnehmung beeinflussen.

Zerschmetternd ist natürlich auch die Erkenntnis nach ewiger Depression, dass man selbst die einzige Person ist, die etwas dafür kann.
In der Regel ist man aber in dem Zeitraum, in dem die Probleme auftreten, leider noch nicht weit genug, um das zu erkennen...

Gedankensystem Teil 7 - Paradigmenbehaftetes Denken (2)


Nachdem wir über die Fundamente gesprochen haben, kommen wir wieder zurück zum Thema.Ich mag mich wiederholen, aber um wieder ans Thema anzuschließen kann das ganz sinnvoll sein.Pro-Aktives Denken bedeutet: "Ich bin Herr über mich und meine Gefühle und habe die Fähigkeit, nach außen zu wirken." (Teil 4)

Ich betone noch einmal besonders:
- Jeder ist für sein eigenes Leben zuständig.
- Jeder ist für sein eigenes Denken zuständig.
- Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen.

Somit hat auch jeder seine eigenen Konsequenzen zu tragen.
Die meisten Menschen wollen nicht begreifen, dass sie die Einzigen sind, die Schuld an ihrem Zustand sind und ebenso die Einzigen, die etwas an der Situation ändern können.
Umso größer meine Probleme sind, umso wichtiger ist es, dass mir klar wird, dass ich selbst diese Probleme überhaupt zu verantworten habe.
Es ist so einfach, zu sagen, dass andere Menschen oder äußerliche Umstände Schuld daran sind, wie wir fühlen, wie es uns geht, aber nichts und niemand anderes kann dafür verantwortlich gemacht werden als man selbst.
Unabhängig von körperlicher Einschränkung durch Verletzung, Freiheitsberaubung oder Sonstiges.
Die geistige Freiheit ist unendlich und lässt sich nur durch eigenes Denken einschränken.

Jeder entscheidet für sich selbst.
Es gibt kein "Ich muss ...", nur ein: "Ich will ...".
Denn man muss eigentlich gar nichts, außer sterben.

Hierüber diskutiere ich auch nicht, denn alle Menschen, die nun Diskussionsbedarf haben werden, haben nicht verstanden, worum es hier geht und oder können meine Gedanken nicht nachvollziehen.
Ich sollte für mich selbst überlegen, was ich erreichen will und wie ich da hinkomme, möglichst ohne äußerliche Einflüsse.

Lässt man sich sehr von außen beeinflussen, verliert man seine Individualität, seine Persönlichkeit.
Man stellt eigene Wünsche hinten an und lässt sich in den Hintergrund drängen.
Hat man keine Persönlichkeit, hat man keine eigenen Ziele,
hat man keine eigenen Ziele, findet man keinen Weg,
findet man keinen Weg, tritt man ewig auf der Stelle und wird nie das Gefühl haben, irgendetwas zu erreichen oder irgendetwas Sinnvolles zu tun.

Es ist unglaublich schwierig, das für sich zu verstehen und noch schwieriger, das zu akzeptieren.
Aber schafft man das, hilft einem das mit sich selbst sehr viel weiter.
Auch, wenn das bedeutet, dass man sich vorher eingestehen muss, dass man für all die Konsequenzen, die man erleiden musste, selbst verantwortlich war.

Gedankensystem Teil 6 - Was ist richtig und falsch und wie treffe ich die richtige Entscheidung?

Wie im vorigen Teil angeschnitten, setzen wir uns nun mit dem Thema "Fehlern" auseinander, bevor wir weitermachen.
Was ist ein Fehler? Alles was nicht richtig ist.
Und was ist nicht richtig? Alles was falsch ist.
Das bringt uns so erst mal wenig weiter.
Also: Ein Fehler ist das, was wir zu dem Zeitpunkt, an dem wir das "Richtige" erkannt haben, als Fehler bezeichnen.
Dabei gibt es eigentlich keine Fehler.
Nur Handlungen mit nicht gewollten Konsequenzen.
Richtig = gewollte bzw. annehmbare Folgen
Falsch = nicht gewollte bzw. vorher nicht bekannte ungewollte Folgen
Hat man das erkannt, kann man eventuell besser mit den "Fehlern" umgehen, die man im Leben gemacht hat, denn in dem Moment, als wir es getan haben, war es in unseren Augen richtig, weil die Folgen nicht bekannt waren.
Intuitiv zu entscheiden, was die gewünschten Folgen hat und was negative Konsequenzen hat, ist, zumindest anfangs recht schwierig.
Wenn man die Zeit hat, sollte man sich bei wichtigen Entscheidungen länger Gedanken machen, abwägen, was passieren könnte.
Vorsichtig sollte man aber sein damit, sich einen "Plan" zu machen, nach dem Motto: "Erst das, dann passiert das, dann mache ich das..." usw., denn wenn dann etwas passiert, was nicht vorausgeplant war, kann einen das total aus der Bahn werfen.
Wendet man diese Methode oft an, wirklich abzuwägen, entwickelt man irgendwann ein intuitives Gefühl dafür.
Unsere Prinzipien (siehe letztes Kapitel) können uns dabei helfen, Entscheidungen intuitiv zu treffen.
Haben wir etwas als Prinzip festgemacht, ist es einfach, eine Entscheidung mit diesem Prinzip zu begründen.
Stellt sich die Entscheidung hinterher als konsequenzenreich heraus, sollte man über seine Prinzipien nachdenken.
Wobei wir wieder beim Realismus wären.
Entsprechen unsere Prinzipien nicht der Realität (Achtung: du siehst die Welt, wie du bist, nicht, wie sie ist), treffen wir Entscheidungen mit Folgen, die wir nicht erzielen möchten.
Natürlich ist eine wichtige, wirklich wichtige Grundvoraussetzung, dass man überhaupt weiß, was man erreichen will.
Wechselseitig muss man zuerst die Situation erkennen, dann erkennen, was man "wirklich" will und dann den "richtigen" Weg suchen, um das Ziel zu erreichen.
Wobei eigentlich Schritt 1 (Situation erkennen) und Schritt 2 (erkennen, was man will) parallel und bzw. oder unabhängig voneinander passieren müssten.
Was man will, sollte feststehen, bevor man in die Situation kommt, die eine Entscheidung erfordert.
Weiß man gar nicht, dass diese Situation aufkommen kann oder kommt die Situation unerwartet, ist man oft konfus.
Also: Ruhe bewahren. Das klingt einfach, ist aber unglaublich schwierig, aber auch unglaublich wichtig.
Dann muss man Schritt 1 und 2 vereinen: anhand der Situation die Möglichkeiten erkennen und sich für eine entscheiden, dann den Weg suchen.
Das klingt alles nun sehr theroretisch und auch kompliziert, besonders, weil Intuition, Realismus und Prinzipien alle gleichzeitig eine große Rolle spielen.
Aber hat man dies erst verstanden und kombiniert dies mit Pro-Aktivem Denken (Teil 2), kann man "grobes Allgemeinschema" entwickeln, nach dem man Probleme effektiver und vor allem mit besserem Ergebnis bearbeiten kann.

Gedankensystem Teil 5 - Intuition, Realismus und Prinzipien als Wegweiser (1)

Vorab noch mal zu Prinzipien (Link zu älterem Blogeintrag): Leuchttürme
Das mag nun sehr schwierig zu verstehen sein, aber Prinzipien sind die eigentlichen Fundamente für alles, was wir tun, wie wir Denken, wie wir Handeln.
Leider werden "Prinzipien" falsch verstanden.
Oft hört man "Es geht ums Prinzip!", aber was ist eigentlich ein Prinzip?
Prinzipien sind (paradigmenbehaftete) feststehende Fakten.
Es sind Gesetzmäßigkeiten, wenn man es so nennen will.
Vertrauen als Grundlage einer erfolgreichen, dauerhaften, zwischenmenschlichen Beziehung ist ein Prinzip. 
Dazu eine kleine Geschichte:
Peter ist mit Stefanie zusammen, sie sind ein glückliches Paar.
Aber Peter hängt an seiner Exfreundin, Kimberly. Zwar nicht gefühlsmäßig, aber sie verstehen sich gut.
Kimberly und Peter hatten lange keinen Kontakt und nach einiger Zeit schreiben die beiden ein paar Worte miteinander.
Stefanie ist natürlich aufmerksam und bekommt das sofort mit.
Ein Streit bricht zwischen den beiden aus:
"Wie lange geht das mit euch schon wieder?", raunt Stefanie Peter an.
"Vor ein paar Wochen habe ich sie in Facebook gesehen und vor Kurzem wieder geaddet", antwortet Peter.
"Na gut, dann adde ich jetzt auch ein paar meiner Exfreunde und schreibe mit denen, mal sehen, wie du das dann findest."
"Okay, dann lösche ich sie wieder..."
"Du verstehst das nicht. Es geht ums Prinzip! Wie würdest du dich fühlen, wenn ich mit einem Ex schreibe, obwohl ich dir vorher gesagt habe, dass ich keinen Kontakt mehr mit ihm habe?" [...]
An dieser Stelle möchte ich erklären, dass ein Prinzip aus der Sichtweise von anderen Menschen ganz anders wahrgenommen werden können.
Auch, wenn Stefanie es als Prinzip sieht, dass Peter nicht mit seiner Exfreundin zu schreiben hat, wenn er vorher gesagt hat, dass er das nicht tun würde, kann das aus Peters Sicht ganz anders aussehen.
Der Umstand, dass kein Kontakt besteht, kann laut seiner Behauptung zu dem Zeitpunkt einen momentanen Zustand dargestellt haben und sagt nichts über die Zukunft aus. Vielleicht bestand sogar zu dem Zeitpunkt bereits der Wunsch, Kontakt zu Kimberly zu haben.
Aber welches Prinzip steckt nun wirklich dahinter?
Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes "Pseudoprinzip".
Das ist eine Verallgemeinerung von einem bestimmten Tatbestand.
Dieses Prinzip kann sich halten, wenn man sich das nur fest genug einbildet.
Stefanie mag dieses "Prinzip" zwar als Vertrauensbruch sehen, da Peter mit Kimberly schreibt, obwohl er vorher doch sagte, dass er das nicht tue, dabei handelt es sich hier nicht um ein Vertrauensbruch, sondern einfach nur um misslungene Kommunikation.
Natürlich muss man auch im Bezug auf Prinzipien realistisch bleiben.
Prinzipien ohne Hand und Fuß aufzustellen, um sich an etwas klammern zu können, mag in manchen Situationen hilfreich sein, aber auf Dauer können diese Pseudoprinzipien die komplette Kommunkation zu den Mitmenschen weitgehend stören.

Aber wie verhindere ich so etwas bei mir selbst?
Ich verweise auf die Intuition, die ich Ende von Gedankensystem Teil 4 als "ein Gefühl, auf das man sich verlassen kann" bezeichnete. Ein Wegweiser, auf den man sich verlassen kann.
Die Intuition kann man nur ausbauen, indem man Erfahrungen macht.
Die meisten und wirklich einprägenden Erfahrungen macht man, indem man Fehler macht.
(An dieser Stelle könnte man weitgehend darüber spekulieren, was "Fehler" an sich sind und bedeuten und ab wann etwas als Fehler gilt, aber darüber eventuell im nächsten Kapitel mehr)
Vergessen ist das Schlimmste, was man tun kann.
Wenn man etwas getan hat, dann hat man das (normalerweise) nicht ohne Grund getan.
Auch, wenn man das im Nachhinein ganz anders sehen mag, muss man sich immer auf die spezielle Situation zurückbeziehen.
Das mag schmerzlich sein und man muss Acht geben, sich nicht auf Sachen wie "Was wäre passiert, wenn..." oder "Hätte ich doch lieber..." festzufahren.
Viel wichtiger ist es, diese Sachverhalte, die einem, besonders in geballter Form, starke psychische Probleme bereiten können, wirklich rational zu analysieren und darüber nachzudenken, was man daraus lernen kann und in Zukunft in einer ähnlichen Situation besser machen kann.
Die Vergangenheit kann man nicht ändern.
Wer nachträglich mit sich selbst ist, nimmt sich selbst die Möglichkeit zur Verbesserung.
Natürlich gibt es Umstände, die eine gewisse Zeit benötigen, um verarbeitet zu werden.
Aber wer sich wegen kleinen Unstimmigkeiten ständig in die Haare bekommt und das immer wieder aufgreift, schiebt eine riesige Welle vor sich her, die einen irgendwann übertürmt und erschlägt.
Man muss es als Vergangenheit akzeptieren, was vergangen ist und es als Erfahrung sehen, die es wert war, gemacht zu werden.
Besser schwierige Situationen und schlechte in der Vergangenheit erlebt haben und damit umgehen lernen, als in der Zukunft davon übermannt zu werden.
Man darf nie vergessen, dass die einzige Person, die einem wirklich helfen und einen überhaupt richtig verstehen kann, man selbst ist.
Akzeptiert man sich selbst nicht, versteht man sich selbst nicht, kann sich selbst nicht lieben und kann man sich selbst nicht leiden, fällt genau das auch anderen Leuten schwer.

Gedankensystem Teil 4 - Paradigmenbehaftetes Denken

Nachdem ich etwas über meine Beziehungen losgeworden bin, will ich etwas anderes über meine Gedanken erzählen.
Es ist sehr schwierig, die Gedanken anderer Menschen nachzuvollziehen und die Welt durch ihre Augen zu sehen. Besonders bei mangelnden Informationen.
Das habe ich mittlerweile so lange trainiert, dass Menschen für mich oft gläsern wirken.
Man sollte denken, dass mir das im Umgang mit anderen Menschen hilft, aber oft ist das Gegenteil der Fall. Warum? Weil ich weiß, was jemand denkt und es lange für richtig hielt, zu versuchen, die Denkweise der anderen Menschen zu ändern.
Aber das vermag weder ich, ein Psychotherapeut, noch Angela Merkel.
Seine Denkweise kann man nur selbst ändern.
Nehmen wir eine einfache Konfliktsituation, die verhältnismäßig oft vorkommt:
Man fühlt sich vernachlässigt von jemandem, der einem viel bedeutet und ist dadurch zutiefst verletzt.
Was wird man in der Regel in einen Konflikt mit der Person treten, indem man ihr, wahrscheinlich im genau falschen Moment, nämlich wenn die Situation gerade gespannt ist, Vorwürfe an den Kopf wirft: "Nie hast du für mich Zeit!"/"Du kümmerst dich gar nicht um mich!".
In diesem Moment fängt eine hitzige Diskussion an, bei der es wichtig ist, die Ruhe zu bewahren.
Wichtige Fragen, die man sich für solche Momente im Kopf behalten sollte sind:
"Was will ich in dieser Diskussion/dem Streit erreichen?"
"Warum fühle ich so, wie ich es gerade tue?"
"Wie denkt mein Gegenüber darüber?"
Ich kann mich dafür oder dagegen entscheiden, verletzt oder aggressiv zu reagieren.
Was davon die richtige Möglichkeit der Auseinandersetzung ist, hängt von der Häufigkeit solcher Situationen (im Bezug auf die gleiche Person) und dem Temperament des Gegenübers ab.
Die Standarddevise sollte sein, das Thema möglichst auf einer Sachebene zu klären, was oft äußerst schwierig erscheint, da Gefühle im Spiel sind.
Kehren wir an dieser Stelle zum Pro-Aktiven Denken zurück.
Ich bin Herr über mich und meine Gefühle und habe die Fähigkeit, nach außen zu wirken.
In dieser Situation ist es wahrscheinlich sinnvoll mich dagegen zu entscheiden, der anderen Person Vorwürfe zu machen oder ein Ultimum zu stellen.
Was erreiche ich mit Vorwürfen? Ich greife mein Gegenüber an, eine entsprechende Verteidigungsreaktion ist also zu erwarten. Will ich keinen Gesprächspartner in Verteidigungsposition, sollte ich das vermeiden, denn dann ist es nahezu unmöglich, noch an sie heranzukommen.
Aber was kann ich stattdessen tun? Wichtig ist es, sich selbst im Griff zu halten und jetzt die Sichtweise des Gegenübers einzunehmen. Ist dies nicht möglich, aufgrund mangelnder Informationen, kann ich Fragen stellen, um diese Informationen zu erhalten.
Natürlich müssen diese gezielt, aber nicht verletzend oder eindringlich sein.
Im Bezug aufs Beispiel, wäre die Frage, warum die Person meinem Gefühl nach zu wenig Zeit mit mir verbringt, angebracht, um die Sichtweise zu ermitteln. Sind diese Gründe, die mir geliefert werden, genug, um mich damit zufrieden zu geben, kann diese Situation damit beigelegt werden, was aber zu keiner Veränderung in der Zukunft führen würde.
Will ich eine Veränderung bewirken, also, dass die Person sich mehr Zeit für mich nimmt, muss ich mir überlegen, ob das überhaupt möglich ist und im Interesse des Gegenübers liegt.
Wenn nicht, funktioniert das schlicht und einfach nicht.
Daran ist nichts zu rütteln.
Ist beides nicht der Fall, kann ich versuchen, Kompromisse zu schließen oder die Person in die Richtung zu beeinflussen, dass sie von sich aus mehr Zeit mit mir verbringen will oder selbst das Ruder in die Hand nehmen, was unter Umständen zu einer unausgeglichenen zwischenmenschlichen Beziehung führen könnte. Das ist vermeidenswert, da die Natur immer nach Ausgeglichenheit sucht. Entweder bekommt man eine ausgeglichene Beziehung zu Stande oder sie wird früher oder später zerbrechen.
Unausgeglichen ist eine Beziehung dann, wenn die Wünsche einer der beiden Personen im Rahmen ihrer Persönlichen Anforderungen nicht mehr ausreichend erfüllt werden.
Zum Beispiel, wenn bei Gesprächen das Gegenüber nur über Themen spricht, die einen nicht interessieren oder man nur Sachen unternimmt, die einem nicht sehr zusagen.
Das Scheitern ist in diesem Fall vorprogrammiert.
Schubladendenken sollte man hier strikt verneinen, da jede Person, wirklich jede, ein Individuum ist und man von der einen auf gar keinen Fall auf eine andere schließen sollte, auch, wenn es parallelen gibt.
Es mag Situationen geben, da funktioniert das sehr gut, aber dennoch ist äußerste Vorsicht geboten.
Lieber Leser, entweder denkst du nun: "Das klingt einleuchtend." oder "Was schreibt der Kerl da für einen Schrott?".
Ist das Erstere der Fall, wirst du durch diesen Beitrag eventuell über die hier beschriebenen Methoden nachdenken, vielleicht sogar etwas ausprobieren und dazulernen.
Ist Zweiteres der Fall, hast du nicht verstanden, worum es hier geht und du bist keiner neuen Denkweise gegenüber offen, was nicht weiter schlimm ist, denn hier gehts weniger darum, jemanden zu unterrichten.
Zwischen diesen beiden Möglichkeiten bewegst du dich also, in deinem eigenen Empfinden und entscheidest für dich selbst, ob du diesen Beitrag auf dein Denken einwirken lassen willst, oder eben nicht.
Manipulation ist nahezu unmöglich, wenn man sich seine eigene Meinung bildet und alles hinterfragt. 
Die Allgemeinheit hat nicht immer Recht (Die Erde ist keine Scheibe, wie mittlerweile wohl (fast) alle wissen). Intelligente Menschen irren sich auch (z.B. Albert Einstein).
Es gibt keine Patentlösung für etwas.
Also entwickelt ein Gefühl, auf das ihr euch verlassen könnt.