Mittwoch, 26. Dezember 2012

Psychologen sind Idioten ?! (Kapitel 8)

Unruhig rutsche ich auf dem Stuhl hin und her.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass irgendwas nicht stimmt.
"Was gibt es denn so Wichtiges zu bereden?", frage ich, ohne Johannes anzusehen.
"Wann hast du zum letzten Mal deine Medikamente wirklich eingenommen? - oder hast du sie überhaupt schon mal genommen, seit du hier bist?"
Böse sieht er mich an und schüttelt mit dem Kopf, während er in meiner Akte blättert.
"Ich habe von deiner Betreuerin gehört, du hättest schlimme Visionen gehabt.
Und langsam glaube ich, dein Krankheitsbild hat sich zum Negativen hin verschlechtert.
Du bist eine Gefahr für dich selbst und für deine Umwelt. Einige deiner Mitbewohner haben regelrecht Angst vor dir.
Entweder du arbeitest mit in dieser Therapie oder wir müssen uns was anderes überlegen."

Ach du Scheiße, denke ich, wieso weiß der, dass ich die Pillen nicht nehme?!
Irgendwer hat ihm das doch gesteckt.
Das kann doch nur der Florian gewesen sein, die anderen sind doch viel zu blöd dazu.
Und überhaupt, es ist doch nichts passiert, es war doch nur ein kurzer Blackout.
Kann doch bei jedem mal vorkommen.

Plötzlich wird mir ganz seltsam, wieso redet Johannes jetzt in Zeitlupe.
Will der mich verarschen?
Was ist hier los?
Der Stuhl, dieser scheiß rote, kratzige Stuhl.
Ich bin festgebunden und der Typ hat eine blutige Schere in der Hand.
Ich kriege plötzlich keine Luft mehr und auf dem Schreibtisch vor mir steht ein Päckchen mit meinem Namen drauf.
Darauf steht : "In Liebe, von Florian."

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