Dienstag, 25. Juli 2017

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Ich wäre gern etwas taffer, wie meine Mama. Aber ich bin wohl etwas spießig.
Ich wünsche ich wäre standfester und überzeugt von mir selbst, wie mein Papa. Aber ich bin unsicher.
Schön wäre es, etwas lockerer zu sein, wie meine Eltern. Aber ich bin steif.
Ein bisschen mehr Verständnis für Menschen und die Welt, wie meine Mama. Aber ich verstehe nicht einmal mich selbst.
Talentiert in fast allem, wie mein Papa. Aber ich muss mir alles hart erarbeiten.
Etwas erleben und Dinge positiver sehen, wie meine Eltern. Aber ich sehe eher die negativen Aspekte des Lebens.
Bessere Texte schreiben, wie meine Mama. Aber mir fehlt die Kreativität.
Besser singen, wie mein Papa. Aber mir fehlt die innere Stimme.
Ein Durchhaltevermögen, wie meine Mama. Aber ich schaffe es morgens kaum aus dem Bett.
Interesse an so vielem und Naturverbundenheit, wie mein Papa. Aber so bin ich nicht.

Ein bisschen mehr von euch würde mir echt helfen. Aber ich bin ich und nicht ihr. Ich habe so viel von euch lernen und mitnehmen können. Erfahrungen muss ich selbst machen. Mein Leben selbst leben. Und das kann niemand für mich übernehmen.

Eine Botschaft

an alle Schmerzen dieser Welt;
boxt du mir nochmal in den Magen,
schlag ich dir ins Gesicht.
raubst du mir meinen Schlaf,
nehm ich dir deine Kraft.
nimmst du mir meine Stimme,
ich lass dich verstummen für immer.
verwirrst du meine Gedanken,
findest du mich nie wieder.
lässt du mich fast ersticken,
ich hauche dich an mit dem Atem des Todes.
Ich habe alle Macht,
reich mir die Waffe,
unerträglich dieses Mensch sein.

Der Blumenstrauß in meiner Hand ist wunderschön...

Sonntag, 16. Juli 2017

Alles Normalos

Bist du anders als Andere?
Ist dein Verhalten auffällig?
Hast du nicht immer Lust aufs Leben?
Ist deine Traurigkeit nicht nachvollziehbar?
Magst du die Einsamkeit?
Stören dich laute Geräusche?
Nerven dich die Selbstbewussten, die Ellbogenmenschen?
Siehst du dein Spiegelbild verzerrt oder wie durch einen Nebelschleier?
Denkst du oft Dinge, die Niemand versteht?
Flüchtest du oft in deine eigene Realität?
Macht dir das Leben Angst?
Spürst du dich oft selbst nicht mehr?
Verbrennen dir deine Tränen das Gesicht?

Keine Angst, du bist normaler als die Normalen.

Freitag, 16. Juni 2017

Hallo Kindheits-Ich

Hallo du,

du brauchst dich nicht mehr zu verstecken.
Ich werde dich beschützen und ich verspreche dir, immer für dich da zu sein.
Du darfst lachen, du darfst weinen, du darfst zornig sein, du darfst dich alleine fühlen. Du darfst all deine Gefühle zeigen.
Auch all deine Bedürfnisse sind in Ordnung. Du darfst sie alle äußern und die Erfüllung anzustreben.
Niemand hat das Recht, dir deine Bedürfnisse abzuerkennen.
Du bist die eine der wichtigsten Person in meinem Leben.
Ich verzeihe dir all deine Fehler. Jeder macht Fehler. Aus Fehlern erwachsen Erfahrungen. Denk an all die positiven Dinge, die du erreicht hast.
Niemand kann dich für das, was du denkst und fühlst verurteilen. Niemand kann die Richtigkeit anzweifeln.
Ich nehme dich nun an der Hand und helfe dir, den Mut zu finden, dich zu zeigen, denn viel mehr, als du mich brauchst, brauche ich dich.
Du bist nicht niemand. Du bist wichtig, egal ob jemand das anders sieht. Ich kümmere mich von nun an mehr um dich.
Das verspreche ich dir hiermit, Cenedril.

Das Leben

Ich stehe auf,
sehe in den Spiegel und was ich sehe bin nicht ich.
Denke ich zu mindest.
Irgendwie hatte ich mich anders in Erinnerung.
Haben die Jahre mir mein Aussehen gestohlen?
Bin ich so wie mein Spiegelbild ?
Ich kann mein Blick nicht abwenden, ich muss hinsehen.
Ich sehe einen anderen Menschen.
Gezeichnet von Glück und Unglück.
Das Leben hat mir Falten gezeichnet,
das Leben hat mich eingeatmet und wieder ausgehustet.
Ich stehe auf, sehe in den Spiegel und was ich sehe,
ist schon ok
oder doch nicht?